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Nabucco

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Freud und Leid hat seine Zeit

Unsere Freude war unbeschreiblich, denn für einen älteren, inkontinenten Hund, der zudem Leishmaniose positiv ist, halten sich die Anfragen doch sehr in Grenzen. Für Nabucco hatte es bis dahin in all den Jahren keine einzige passende Anfrage gegeben.

Dann war sein großer Tag gekommen, er fand sich schnell sehr gut in seiner Familie zurecht und auch im vorhandenen Rudel gab es keinerlei Probleme. Mein Herz war froh bei dem Gedanken, dass Nabucco von nun an ein vollwertiges Familienmitglied sein würde und am Abend zufrieden mit Frauchen und Herrchen auf dem Sofa kuscheln darf. Doch das Glück währte nicht lange, denn Nabucco bekam einen schweren Leishmaniose-Schub und trotz aller Bemühungen seiner Familie verlor er den Kampf, sodass Sandra und Jan ihn am 24.03.2021 gehen lassen mussten.

Mach es gut, du lustiger, freundlicher und liebenswerter Schatz! Das Schicksal hat es leider nicht gut mit dir gemeint, aber dennoch bist du als geliebter Hund von dieser Welt gegangen.

Sandra und Jan haben alles, was möglich war, für Nabucco getan und ich danke ihnen von Herzen, dass sie in dieser schweren Zeit nicht aufgegeben haben, sondern bis zur letzten Minute zusammen mit Nabucco gekämpft haben!

Lesen Sie hier den Abschied von Sandra:

„Nachdem im Februar meine Herzenshündin Shakira plötzlich und unerwartet starb, war ich auf der Suche nach einem Hund für mich. Ich suchte einen Hund, der zwei Voraussetzungen mitbringt: Sozialverträglichkeit und ein offener Umgang auch mit fremden Menschen. Für mich konnte, nein dieser Hund sollte ein Handicap haben, was seine Chancen auf ein Zuhause auf fast Null setzten

Im März dieses Jahres fand ich „meinen“ Hund, den inkontinenten Nabucco. Nach drei Jahren ohne Anfrage in einer Hundepension kamst du hier an und warst mein Traumhund. Beim Umladen in unser Auto warst du noch nicht so gut gelaunt, das änderte sich jedoch schlagartig bei uns zuhause. Du bist sofort ausgestiegen und hast dich wohl gefühlt. Mit unseren anderen beiden Hunden hast du dich direkt prima verstanden. Besonders unseren Milo fandest du toll, hast mit ihm stundenlang durchs Wohnzimmer getobt.

Mit deiner Inkontinenz, das war überhaupt kein Problem, vom ersten Moment an akzeptiertest du die Rüden- Windeln und es war völlig unkompliziert.

Die ersten drei Tage waren wir so glücklich mit dir, du Traumhund!

Ich machte schon einen Termin für den kommenden Montag zur Blutabnahme zur Kontrolle. Dann mittwochs wolltest du nichts mehr fressen und hattest Durchfall und Erbrechen. Der zunächst vermutete Magen-Darm-Infekt bestätigte sich nicht, die Blutwerte – besonders die Nierenwerte- waren katastrophal. Aber wir wollten dir doch ein Zuhause geben und so wollten wir mit dir kämpfen. Samstags hast du dann beim Tierarzt einen Zugang gelegt bekommen. Ich hatte das Glück durch meinen Beruf als Krankenschwester, dir deine Infusionen zuhause geben zu können.

Zwei Wochen kämpften wir mit dir. Stundenlang Infusionen, ständige Tierarztfahrten für einen neuen Zugang und Kontrolle der Blutwerte. Alles hast du voller Vertrauen tapfer über dich ergehen lassen. Sogar mit der Tierärztin, die du die ersten zwei Male anknurrtest, hast du Freundschaft geschlossen. Wir hatten viele Aufs und Abs, aber du warst ein Kämpfer. Zwischendurch hast du sogar immer wieder mit Milo gespielt. Wir saßen stundenlang neben dir, während die Infusionen liefen. An‘s Fressen bekamen wir dich jedoch nicht richtig. Ich kochte für dich Huhn, Pute, unbehandelten Fisch, doch meist wolltest du außer ein paar Happen Leberwurstpaste nichts. Am Wochenende des 20./21.3. ging es dir so gut, dass wir schöne Spaziergänge machten. Voller Freude hast du geschnüffelt, gerochen und überall gesagt "Nabucco war hier".

Wir kämpften mit dir, aber nach einer sehr kurzen Zeit von nur 2,5 Wochen bei uns mussten wir uns geschlagen geben. Jetzt, wo ich diese Zeilen schreibe, laufen mir unentwegt Tränen über mein Gesicht.

Es würde nicht mehr besser werden, wir hatten ja schon alles versucht. Und wenn wir eins nicht wollten: Dass du leidest. So bist du in Jans und meinen Armen am Mittwoch, dem 24.03.2021, friedlich eingeschlafen. Nabucco, wir wollten noch so viel mit dir erleben, dir endlich ein schönes Zu- hause geben. Das Schicksal ist ein mieser Verräter.

Nabucco hat, obwohl er nur so kurz bei uns war, eine Riesenlücke hinterlassen. Nabucco, wir werden dich nie vergessen und deine Urne bekommt einen besonderen Platz.

Deine Sandra und Jan“




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