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Borromeo

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Borromeo - intensiv war die Zeit mit Dir!

Zusammengekauert fand man Borromeo, mehr tot als lebendig, aber man konnte dem kleinen Mann zumindest vordergründig erst einmal helfen.

Doch mit jeder weiteren Untersuchung, die gemacht wurde und letztendlich mit seiner Diagnose, schwand auch die gute Prognose: Cushing, Herzinsuffizienz, epileptische Anfälle.

Schnell meldete sich meine liebe Pflegestelle, Jill und ihr Mann, bei mir und sagten uns zu, Borromeo in Pflege zu nehmen. Ein 6er im Lotto für den kleinen, alten, kranken Mann. Sie hatten Borromeos Geschichte gelesen und den kleinen Kerl sofort in ihr Herz geschlossen.

Am 22.12. 2019 durfte er reisen, aber auch der Start hier in Deutschland war ein einziges Auf und Ab. Über die Weihnachtstage und Silvester mussten wir Borromeo mehrfach notfallmäßig in der Klinik vorstellen und erst schien alles ganz fürchterlich, aber Borromeo war ein kleiner Kämpfer, er wollte noch nicht gehen; jetzt hatte er doch all das, wonach sich jede Fellnase sehnt: ein Zuhause, eine nette Hand, die ihn streichelt, ihn versorgt, ihm gut zuredet. Ein kuscheliges Bettchen und eigentlich alles, was man zum Glücklichsein braucht.

Jill und ihr Mann haben alles gegeben und nach einigen Tagen sah es auch danach aus, als ob alles in die richtige Richtung gehen würde, es konnten alle Untersuchungen gemacht werden, die wir für´s erste machen wollten. Borromeos Wunden wurden täglich versorgt. Medikamente gegeben, angepasst, andere abgesetzt usw.

Ja, es gab Rückschläge, und trotzdem waren wir auf einem guten Weg.

Und Borromeo genoss, trotz der sicherlich großen Schmerzen, die ihm seine Wunden bereiteten, und seiner Herzproblematik, das Leben und die Zuwendung, die er von Jill und Erich bekam. Er grunzte vor Glück, wenn Jill nach Hause kam und ihm ihre ganze Aufmerksamkeit schenkte und dackelte hinter ihr her aufs Sofa. Ein göttliches Bild.

Doch das Schicksal hat es nicht gut gemeint mit Borromeo. Sein Immunsystem war völlig im Eimer und ein Infekt hatte leichtes Spiel. Ein ziemlich gewöhnlicher Husten hat ihn völlig niedergemetzelt. Am 19.Januar war der kleine Kerl so schwach, dass wir nichts weiter für ihn tun konnten als ihn von seinem Leid zu erlösen.

Es schmerzt mich, dass wir dich gehen lassen mussten, kleiner Mann. Du hast so gekämpft, wir haben gekämpft und wir hätten alles gegeben, um dir die schönste Zeit in deinem Leben zu schenken - aber es sollte wohl nicht sein.

Mach`s gut kleiner Schatz - hab dort oben das Leben, das ich dir gerne hier unten bei uns beschert hätte.

In unseren Herzen hast du ein festes Plätzchen gefunden und bei Jill und Erich bist du nicht nur ganz fest in ihren Herzen verankert, sondern liegst auch ganz in ihrer Nähe.

Vielen Dank an alle Spender, die Borromeo finanziell unterstützt haben und an alle, die mit gefiebert und mit gehofft haben, dass alles gut gehen würde und deren Herzen jetzt so schwer sind wie unsere.

Auch sein Pflegefrauchen möchte Borromeo verabschieden:

"Borromeo, Dein kleines Kämpferherz hat aufgehört zu schlagen. Vier ganze Wochen durften wir Dich nach Deiner Ankunft aus Sardinien bei uns in Pflege begleiten. Wir haben keinen Unterschied zwischen unseren eigenen Tieren und unserem zweiten Pflegehund von den Streunerherzen gemacht. Ich wurde binnen weniger Tage zur „Gänseliesel“, weil Du Dich mir vertrauensvoll angeschlossen hattest und mir in Haus und Garten überall hin folgtest. Du flüchtetest beim Tierarzt in meine Arme und ertrugst nach kurzer Zeit meine tägliche Behandlung Deiner Wunden. Wir bejubelten jeden noch so kleinen Fortschritt, hielten gemeinsam die Ungewissheit über Schwere und Verlauf Deiner diversen Krankheiten aus und trösteten uns bei Rückschritten. Groß war die Anteilnahme und Hilfe im Netz bei den Spendern und vor Ort bei Familie und Nachbarn. Dafür danke ich allen von Herzen – besonders auch Alex Sieber von den Streunerherzen. Einem schweren Infekt hatte Dein kleiner geschwächter Körper nichts ntgegenzusetzen, und so war es unsere traurige Pflicht, Dich von Deinem Leiden zu erlösen. Du hast einen Platz in unserem Garten (neben Deiner Katzenfreundin Tosca, die Dir wenige Tage später 18-jährig über die Regenbogenbrücke folgte) - und für immer in unseren Herzen!

Deine Pflegeeltern Jill und Erich"


Lesen Sie hier noch einmal die ganze Geschichte von unserem SOS-Hund Borromeo

Borromeo - mehr tot als lebendig

Der kleine Borromeo gehört leider zu den armen Seelchen, die in ihrem Leben bisher noch nicht viel Glück hatten.

Borromeo- sitzend in eine Ecke gedrückt, mehr tot als lebendig- so wurde er gefunden. Es haben viele Menschen weggesehen, niemand wollte Borromeo aus seinem Elend helfen…Er muss unfassbare Schmerzen gehabt haben! Wer weiß, wie lange er schon unter diesen Bedingungen dort saß. Letztlich hatte doch noch jemand Mitleid mit dem kleinen Häufchen „Elend“ und brachte ihn zu unserem Kooperationstierarzt.

Manchmal lässt uns die Verzweiflung erstarren, insbesondere dann, wenn wir an die ersten Bilder von Borromeo zurückdenken. Immer wenn man meint, es geht nicht schlimmer, wird man eines Besseren belehrt, man ist einfach sprachlos und es fehlen einem die Worte.

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Borromeo war in einem schlimmen Zustand. Er hatte eine tiefe offene Wunde an der linken Schläfe, fast kein Fell mehr und war am ganzen Körper stark ödematös, was vermuten lässt, dass Borromeo von einem Auto erfasst worden ist.

Zunächst war es uns wichtig, Borromeo zunächst zu stabilisieren, sodass er zu Kräften kommen kann. Doch dies war nicht einfach, denn er litt anfangs häufig an Krampfanfällen.

Da Borromeo neben der Wunde an der Schläfe noch andere Symptome zeigte, wurde er weiteren Untersuchungen unterzogen und auch einem Kardiologen vorgestellt. Hierbei stellte man nun fest, dass Borromeo an einer Herzschwäche, sprich einer Herzinsuffizienz und an Cushing leidet. Bei Cushing handelt es sich um eine Hormonerkrankung, unter der sowohl Menschen als auch Hunde leiden können. Der Hormonhaushalt des Hundes gerät dabei durch eine Funktionsstörung der Hirnanhangdrüse oder der Nebenniere aus der Bahn. Aus diesem Grund produziert der Körper zu viel vom Stresshormon Cortisol. Um die Ausschüttung des Cortisols zu normalisieren, stellt man den Hund mit Medikamenten ein und kontrolliert regelmäßig das Cortisol-Level im Blut. Mit der richtigen Einstellung der Medikamente von Cushing sowie für seine Herzinsuffizienz hat auch Borromeo die Chance auf ein glückliches Leben

Es wurde mit der Therapie begonnen und Borromeo hat sich zwischenzeitlich gut erholt. Der kleine tapfere Kerl hat schlimme Wochen hinter sich. Still und brav hat er alles über sich ergehen lassen.

Für uns war von Anfang an klar, dass wir Borromeo SOFORT helfen müssen.



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