Bobboedda – Eine Frohnatur erobert die Welt

Alle Angaben entsprechen den Angaben der Pflegestelle. Alle Hunde wurden einmalig einem Tierarzt vorgestellt zur Blutprobenabnahme für den Mittelmeercheck. Hier erhält der Hund einen Erstcheck (Ohren, Augen, Zähne, etc.). Alter und Größen- sowie Gewichtsangabe können abweichen. Krankheiten sind nicht bekannt, sofern keine Krankheit angegeben ist. Schlummernde Krankheiten sind immer möglich. Sie adoptieren Second-Hand-Hunde, die vorher kein Familienleben kannten und auf den Straßen ums Überleben gekämpft haben, dies hinterlässt oft psychische Spuren und körperliche Defizite.


Was ist mir passiert?

Bobboedda lebte lange auf einem Grundstück in einem Gewerbegebiet auf Sardinien – geduldet, aber ohne wirkliche Fürsorge und Zuneigung. Als sie Welpen bekam, wollte ihr Besitzer weder sie noch die Kleinen behalten und meldete die Hunde bei der Stadt. Bobboedda kam ins Canile Tortolì, was aus ihren Welpen wurde, ist leider unbekannt. Im Canile bestand ihr Alltag vor allem aus Zwinger, Beton und wenigen Minuten am Tag auf der Piazza. Ende Juli durfte sie dieses Leben endlich hinter sich lassen und nach Deutschland reisen. Urlaubsbedingt machte sie zunächst einen Zwischenstopp in unserem Projekt Dogsfit4future, bevor sie am 26.08. in ihre Pflegestelle umzog. Dort beginnt für Bobboedda nun ein ganz neues Kapitel – mit Nähe, Geborgenheit und der Chance, endlich das Leben kennenzulernen, das sie so lange vermissen musste.

Wo bin ich?

Bobboedda lebt aktuell auf einer Pflegestelle in NRW. Hier teilt sie sich ein Haus mit zwei erwachsenen Zweibeinern und einem Kind. Außerdem gehören zu ihrem Rudel zwei Hundekumpels und zwei Katzen.

Wie bin ich?

Bobboedda ist eine echte Gute-Laune-Hündin auf vier Pfoten. Ihre Rute steht eigentlich nie still – und weil ihr das offenbar nicht reicht, wackelt meistens gleich der ganze Körper mit. Dazu dieses strahlende Gesicht: Man kann ihr die Freude am neuen Leben förmlich ansehen. Neue Situationen schaut sie sich zunächst lieber in Ruhe an, aber mit etwas Geduld und dem ein oder anderen Leckerchen ist das Eis schnell gebrochen.

In ihrer Pflegestelle hat Bobboedda sich inzwischen bestens eingelebt. Mit den anderen Hunden versteht sie sich prima, spielt und flitzt mit ihnen durch den Garten und hat offenbar beschlossen, dass so ein Hundeleben doch ziemlich viel Spaß machen kann. Auch an der Leine läuft sie überraschend gut. Im Haus benimmt sie sich gut und ist stubenrein – und die wirklich wichtigen Dinge hat sie ebenfalls längst verstanden: In der Küche gibt es Essen und auf der Couch wird gekuschelt. Vor allem Letzteres nimmt Bobboedda sehr ernst. Ist Kuschelzeit, liegt sie meist schon auf der Couch, bevor der Mensch überhaupt gemerkt hat, dass Kuschelzeit ist.

Überhaupt liebt Bobboedda ihre Menschen und ist am liebsten mittendrin statt nur dabei. Einen Tierarztbesuch hat sie ebenfalls völlig problemlos gemeistert. Beim ersten Mittelmeercheck wurde lediglich ein Hautwurm festgestellt, der bereits behandelt wird. Ein bisschen Übungsbedarf gibt es noch beim Autofahren und beim Ganz-Alleinebleiben. In Gesellschaft anderer Hunde klappt das Alleinbleiben schon sehr gut.

Bobboedda ist einfach eine wunderbar fröhliche, sanfte und charmante Hündin, die gerade mit großer Begeisterung entdeckt, wie schön das Leben sein kann – inklusive Garten, Spielkameraden, Leckerchen und selbstverständlich einem reservierten Platz auf der Couch.

Was suche ich?

Für Bobboedda suchen wir vor allem Menschen mit Herz, Verstand und einer liebevoll klaren Linie. Sie braucht Menschen, die bereit sind, einen Hund sicher durchs Leben zu führen, Grenzen zu setzen und dabei trotzdem ganz viel Nähe und Geborgenheit zu schenken.

Denn eines sollte man über Bobboedda wissen: Die kleine Madame hat es faustdick hinter den Ohren. Mit ihrem fröhlichen Wesen, dem wackelnden Popo und diesem unschuldigen Blick hat sie durchaus das Talent, ihre Menschen um die Pfote zu wickeln. Und genau da braucht es jemanden, der auch bei großen Kulleraugen noch weiß: Was heute nicht erlaubt ist, ist morgen auch nicht erlaubt. Bobboedda darf verwöhnt und ausgiebig bekuschelt werden – nur eben nicht zur heimlichen Chefin des Hauses aufsteigen.

Ein Zuhause mit Garten wäre für sie ein großer Pluspunkt, ein freistehendes Haus mitten im Nirgendwo ist aber kein Muss. Bobboedda ist gut sozialisiert, läuft schön an der Leine und findet sich in ihrem neuen Alltag immer besser zurecht. Wichtig sind uns Menschen, die gerne mit ihr unterwegs sind, ihr ausreichend Bewegung und Beschäftigung bieten und sie selbstverständlich als vollwertiges Familienmitglied bei sich leben lassen.

Ein bereits vorhandener, souveräner Hund wäre sicherlich schön für Bobboedda, denn sie genießt die Gesellschaft ihrer Artgenossen und spielt gerne – zwingende Voraussetzung ist er jedoch nicht. Beim Alleinbleiben und Autofahren braucht sie aktuell noch Unterstützung und Menschen, die bereit sind, diese Dinge geduldig mit ihr weiter zu üben.

Kurz gesagt: Wir suchen Menschen, die Bobboeddas Charme genauso lieben werden wie wir, sich davon aber nicht komplett um die Pfote wickeln lassen. Menschen, die ihr Sicherheit, liebevolle Führung, gemeinsame Abenteuer und natürlich einen festen Platz auf der Couch schenken – denn über diesen Punkt dürfte mit Bobboedda ohnehin kaum noch zu verhandeln sein.

Wir vermitteln bundesweit, wenn du bereit bist, Bobboedda auf ihrer Pflegestelle zu besuchen und abzuholen.

Geboren

ca. 01.01.2025

Alterskategorie

Erwachsene

Rasse

Maremmano-Retriever-Spaniel-Mix

Schulterhöhe

ca. 47 cm

Gewicht

ca. 19 kg

Geschlecht

Weiblich

Kastriert

Ja

Geimpft

Ja

Gechippt

Ja

Mittelmeerkrankheiten

1. Test:, Babesiose vogeli positiv, Hautwurm positiv, Rest negativ

Krankheiten

Ja, siehe Mittelmeerkrankheiten

Handicap

Nein

Aufenthaltsort

41379 Brüggen

Bundesland

Nordrhein-Westfalen

Gesucht wird

Zuhause

Hundeverträglichkeit

Ja

Katzenverträglichkeit

Ja

Kinderlieb

Ja, ab ca. 6 Jahren

Jagdtrieb

Unbekannt

Garten

Ja

Zweithund

Gerne, kein Muss

Hundeschule

Bedingt

Ansprechpartner

Ines Paschmanns


Vermittlung Herdenschutzhunde

Telefon: (0152) 34 22 19 40
E-Mail: ines.paschmanns@streunerherzen.com

Video

Rassebeschreibung 1

Wir stellen vor: Cane da Pastore Maremmano-Abruzzese

Reinrassige Maremmani


Geschichte bzw. Herkunft

Die Herdenschutzhunde sind eine sehr alte Rasse und kamen aus dem Mittleren Osten über Griechenland nach Italien. Von den Römern wurde der Herdenschutzhund schon im ersten Jahrhundert vor Christus beschrieben. Der Maremmano kommt aus der Maremma (eine Landschaft in Mittelitalien, zu der die gesamte südliche Toskana und Teile des nördlichen Latiums gehören) und den Abruzzen (eine Region Italiens mit Grenzen im Norden an die Region Marken, im Westen an die Region Latium, im Süden an die Region Molise und im Osten an die Adria; obwohl sie geographisch eher zu Mittelitalien gehören, werden sie offiziell zu den Regionen Süditaliens gezählt). Sein offizieller Name lautet daher Maremmano-Abruzzese und ist eine der großen weißen Hirtenhundrassen ursprünglicher Art.

Damals unterschied man in Maremmano und Abruzzer, welche leichte Unterschiede z.B. in Körperbau und Felldichte aufwiesen. Anfang der 50er Jahre wurden sie als eine Rasse erkannt und seitdem in einem gemeinsamen Zuchtbuch geführt. Der Maremmano war schon immer ein Arbeitstier und somit blieb er verschont von züchterischen “Verschönerungen”, die leider so oft zu Überzüchtungen und somit zu Anfälligkeiten, Krankheiten oder Behinderungen führen. Wird der Maremmano artgerecht gehalten ist er so gut wie nie krank. Hinzu kommt, dass diese Rasse keine züchtungsbedingten Erbkrankheiten hat und somit erreicht der Maremmano oft ein hohes Alter.

In Deutschland war diese Rasse lange unbekannt. Außerhalb Italiens gab es Bestände in England, Schweden, den Niederlanden und den USA. Mittlerweile findet der Maremmano auch langsam immer mehr Freunde in der Schweiz und auch in Deutschland. Die wenigen hiesigen Tiere stammen alle direkt aus Italien.

Rassebeschreibung
  • FCI Standard: Nr. 201
  • Gruppe: 1. Hüte- und Treibhunde (ohne Schweizer Sennenhunde)
  • Sektion: 1. Schäferhunde
  • Herkunft: Mittelitalien
  • Körper: Ein rustikaler, kräftiger und großformatiger Hund, dennoch wirkt er nicht schwerfällig, sondern elegant und würdevoll.
  • Ohren: Hoch angesetzt und hängend (V-förmig)
  • Augen: Dunkel, mandelförmig, klein
  • Rute: Locker getragen bei gesteigerter Aufmerksamkeit aufgestellt, aber nicht über den Rücken gerollt.
  • Haarkleid: Langes üppiges Haar, Kragenbildung bis zur Brust, Rücken bis zu 8 cm lang mit geschlossener Decke, dichte Unterwolle, an Schnauze, Ohren, Schädel, sowie Vorderseite Gliedmaßen kurz. Die Farbe ist reinweiß, elfenbein oder Falb an den Ohren zulässig.
  • Gangwerk: Raumgreifende, majestätische Bewegungen
  • Widerristhöhe: Rüden: 65-73 cm, Hündin: 60-68 cm
  • Gewicht: Rüden 35-45 kg, Hündin 30-40 kg
Arbeitseinsatz

Maremmani wurden schon immer und werden heute noch als Hüte- und Hirtenhund hauptsächlich in Schafherden eingesetzt, d.h. sie treiben die Herde und helfen dem Schäfer bei ihrer Bewachung und Verteidigung. Nachts bleiben die Schafe draußen in mobilen Gehegen und während der Schäfer nach Hause geht, kümmert sich der Hund allein um die Herde. Neugeborene Lämmer werden in den ersten Tagen (besonders von der Hündin) nicht aus den Augen gelassen. Sie scheint dann fest davon überzeugt zu sein, dass das Lamm ohne ihre Bewachung überhaupt nicht klarkommen kann. Man konnte schon erleben, dass die Hunde bellend zu ihren Schäfern kamen, wenn ihrer Meinung nach etwas nicht in Ordnung war. Meistens war es dann auch tatsächlich so. Der Maremmano arbeitet auch als Bewacher und Beschützer der Landhäuser und der Familien. Er ist dabei außerordentlich aufmerksam und zuverlässig. Er scheint genau zu wissen, was wirkt. Die Hunde stellen sich am Zaun oder am Tor vor dem fremden Eindringling auf und machen sich so groß, wie sie können. Sie sträuben die Nackenhaare, richten den Schwanz auf und verbellen mit möglichst tiefer Stimme jeden, den sie nicht kennen. Sollte der dann tatsächlich auf die Idee kommen, weitergehen zu wollen, kann man ja noch erschreckend knurren. Sie lassen sich dabei überhaupt nicht beirren, ganz egal, wie lange es dauern sollte. Geht der Fremde wieder, sehen sie das offensichtlich ganz und gar für sich zufrieden als Erfolg und gehen wieder auf ihren Beobachtungsposten zurück. Wenn der Herr da ist und den Besucher begrüßt, hören sie sofort mit ihren “Vertreibungsversuchen” auf und verhalten sich freundlich, aber eher zurückhaltend. Bestimmt meinen sie, jetzt sei ich wohl für alles weitere verantwortlich. Der Maremmano wurde stets als Arbeitstier benutzt.

Charakter

Der Charakter des Maremmano kann nur vor dem Hintergrund seiner jahrtausendelangen Aufgabe im Herdendienst und als Wachhund verstehen. Er bewacht und beschützt das ihm Anvertraute ohne Kompromisse mit größter Hingabe. Das hält er für seine Pflicht, und dann kann man sich doch als ordentlicher Hund nicht einfach abbringen lassen. Es kann doch nicht richtig sein, dass sich in der Nähe des Zauns etwas bewegt oder sogar Krach macht, ohne dass ein verantwortungsbewusster Maremmano nachschaut, was da sein könnte… oder zumindest erst einmal warnend bellt, bevor es noch schlimmer kommt. Es geht natürlich auch nicht an, dass man einfach so, nur weil Frauchen aus dem Fenster gerufen hat, glaubt, dass das alles ungefährlich sei. Wenn man schon selbst nicht durch den Zaun bis dahin gehen kann, dann ist es doch das Mindeste, das sie sofort hierher kommt und sich auch das einmal anschaut! Überhaupt gibt es unverständliche Dinge wie zum Beispiel immer dieses Rufen “komm!”. Als Maremmano sucht man sich einen guten Beobachtungspunkt, möglichst hoch und in der Nähe des Zauns, damit man jede Gefahr möglichst früh erkennt. Es wäre ja geradezu fahrlässig, nur wegen “komm” ohne sichtbaren Grund, ohne erkennbare wichtigere Aufgabe einfach wegzugehen – da muss ja was passieren! Auf Spaziergängen muss man als Maremmano natürlich darauf achten, dass Frauchen nichts passiert. Aber wie soll man eine Gefahr früh erkennen, wenn man direkt neben ihr bleibt? Da muss man doch in großem Abstand vor und neben ihr laufen, damit erst gar nichts herankommen kann. Dieser ausgeprägte Schutztrieb bezieht sich abhängig von der Haltung auf alles, wofür sich der Hund verantwortlich fühlt: die Schafe, das Grundstück, das Haus, die Familie, die Kinder. Das ist dann jeweils sein “ein und alles”!

Der Maremmano ist also sehr eigenwillig und bestimmt kein Hund für Jedermann. Wer einen unterwürfigen “Befehlsempfänger” sucht, ist an der falschen Adresse. Die Hunde sind sehr robust, mutig und durchaus gutmütig. Sie sind selbständig und zuverlässig, richtig gute Kumpels. Sie sind freundliche, zuverlässige Freunde, die aber auch so behandelt werden wollen und müssen. Maremmani treiben die Herde und helfen den Schäfern bei der Bewachung und Verteidigung.

Erziehung

Es ist an sich recht einfach und macht sehr viel Spaß, junge Maremmani zu erziehen. Sie sind regelrecht lernbegierig und dabei sehr feinfühlig. Wenn man ihnen etwas gezeigt hat und sie auch noch kräftig dafür gelobt hat, sind sie völlig begeistert und wollen es gleich noch einmal machen. Nach wenigen Wiederholungen innerhalb einiger Tage “sitzt” die Übung schon. Grundsätzlich kann man davon ausgehen, dass sie immer versuchen, alles richtig zu machen. Man hat es schon oft erlebt, dass die Hunde, wenn sie etwas Neues tun, zuerst zu ihrem Herrn schauen, um zu sehen, was er wohl sagen wird. Wenn dann ein Tadel kommt, hören sie eigentlich sofort auf. Die Tiere haben ein ausgezeichnetes Gedächtnis. Das gilt natürlich auch für zu harte und ungerechte Strafen. Je nach Charakter reagieren sie dann, als sei die Welt untergegangen. Es ist angebracht, Maremmani freundlich ruhig und geduldig und sehr konsequent zu zeigen, was von ihnen erwartet wird. Schläge oder Gebrüll führen bestenfalls zu nichts, meist zu Verschüchterung oder Auflehnung. Die Rasse ist vom Hause aus sehr selbständig und somit eigenwillig, was eine klare Rangordnung zwischen Herr und Hund wichtig macht. Der Maremmano wird sich, wie gesagt, nicht unterwerfen, aber er akzeptiert vom “Rudelführer” gesetzte Grenzen und Verbote. Das setzt freilich voraus, dass absolut klar ist, wer der Chef ist. Darauf ist insbesondere während der Pubertät der Rüden zu achten. Durch freundliche, geduldige Konsequenz erreicht man so gut wie alles. Viele sagen “Der Maremmano hört aufs Wort, nur nicht aufs erste.” Maremmani halten sich gerne draußen auf.

Haltung

Maremmani sind sehr anpassungsfähig an unterschiedlichste Klimate: In ihrem Verbreitungsgebiet wurden die Herden im Winter in trockenen, niedrigen Gebieten, im Sommer auf grünen Bergwiesen geweidet. Sie halten sich gerne ständig draußen auf. Selbst bei schlechtestem Wetter suchen sie erst sehr spät eine geschützte Ecke. Man kann sie sehr gut in das Haus lassen: Sie sind schnell stubenrein, sind immer vorsichtig, sodass trotz ihrer Größe nichts kaputt geht und akzeptieren, dass trotz geöffneter Tür manche Räume nicht betreten werden dürfen. Interessanterweise riechen Maremmani bei noch so feuchten Wetter überhaupt nicht. Das sollte aber Niemanden auf die Idee bringen, diese Hunde in einer Stadtwohnung halten zu wollen. Sie brauchen viel mehr Bewegung und Freiheit, als auch noch so regelmäßige und ausgedehnte Spaziergänge bringen können. Und vor allen Dingen: Sie brauchen unbedingt eine Aufgabe. Nur da sein und gestreichelt werden, findet ein Maremmano zwar auch ganz prima, aber doch nicht den ganzen Tag…

Nach dem bisher Gesagten, versteht es sich wohl selbst, dass diese Hunde weder Ketten vertragen, noch in einem Zwinger gehören. Beides bedeutet eine unverhältnismäßige Beschränkung ihrer natürlichen Verhaltensweise. Ihr Fell ist zwar weiß und lang und dicht, bedarf aber keiner großen Pflege. Einmal wöchentliches Kämmen genügt, um Verfilzungen zu vermeiden. Nach Ausflügen im Herbst kommen die Hunde manchmal eher braun als weiß nach Hause – aber keine Aufregung: Sobald der Hund wieder getrocknet ist, fällt fast aller Schmutz von allein ab. Den Rest kann man leicht auskämmen. Diese schutzabweisende Eigenschaft des Fells schadet man durch Shampoo nur, weshalb Baden nicht zu empfehlen ist. “Wir lassen unsere Hunde den ganzen Tag frei auf einer Fläche von mehr als einem Hektar laufen!” Man kann immer wieder beobachten dass die Hunde am liebsten auch noch das benachbarte Ackerland mit in Besitz nehmen würden. Sie haben hier die Aufgabe auf das Haus und das Grundstück zu achten.

Der Maremmano frisst im Vergleich mit anderen Rassen ähnlicher Größe relativ wenig. Es besteht oft der Fall, dass sie ab und zu ihre Mahlzeiten von sich auslassen. Diese Hunde überfressen sich nicht. Es scheint auch keine überwichtigen Tiere zu geben. Ihre Zucht ist nicht einfach, weil die Hunde mit geringem Geschlechtstrieb problemloser arbeiten, so dass im Laufe der Zeit eine quasi natürliche Selektion in dieser Beziehung stattfand. Es findet sich eine gewisse Unregelmäßigkeit der Hitze bei Hündinnen. Es sind männliche und weibliche Tiere beschrieben, die keinerlei Decklust zeigen.

Wir weisen darauf hin, dass dies nur eine oberflächliche Beschreibung ist und jedes Tier individuell zu betrachten ist.

Teile der Rassenbeschreibung stammen aus der Quelle: “Tierwelt”, Hans-Peter Blättler.

Voraussetzung für eine Adoption eines Maremmano-Mischlings

Da keinerlei Tiere, die von uns vermittelt werden, in Tierheimen enden sollen, haben wir klare Bedingungen zur Adoption von den Herdenschutzhunden aufgestellt. Unverzichtbar ist hierbei:

  • Großes Grundstück
  • Mindestens eine Zaunhöhe von 1,60 m
  • Haus im Grünen
  • Familienanschluss
  • Keine Zwinger-, Außen- oder Kettenhaltung
  • Hundeerfahrung

Wir bitten hier um Verständnis, auch wenn wir Ausnahmen kennen, die sich in Wohnungen wohl fühlen.


Maremmano Mischlinge

Rassebeschreibung 2

Wir stellen vor: Retriever

Reinrassige Retriever


Geschichte bzw. Herkunft

Die Retriever stammen ursprünglich aus dem 19. Jahrhundert in Großbritannien, wo sie speziell als Apportier- und Jagdhunde gezüchtet wurden. Sie unterstützten Jäger, indem sie erlegtes Wasserwild und andere Beutetiere sanft im Maul zurückbrachten. Dank ihrer Vorliebe für Wasser und ihres „weichen Mauls“, das die Beute nicht beschädigt, wurden sie für die Jagd auf Wasservögel besonders geschätzt. Der Name „Retriever“ leitet sich vom englischen Wort „to retrieve“ (zurückbringen) ab. Durch ihre Zuverlässigkeit und ihr freundliches Wesen gewannen sie bald auch als Begleithunde und Familienhunde an Popularität.

Rassebeschreibung

Die Retriever gehören zur FCI-Gruppe 8, die Apportierhunde, Stöberhunde und Wasserhunde umfasst, und sind in Sektion 1 als Apportierhunde klassifiziert. Sie zeichnen sich laut FCI-Standards durch bestimmte körperliche Merkmale, einen sanften und loyalen Charakter sowie ihre ausgeprägte Eignung für die Arbeit als Apportierhunde aus. Dieser Standard betont neben der physischen Konstitution vor allem ihre Einsatzfreude, Ausdauer und Freundlichkeit.

Erscheinungsbild

Retriever sind mittelgroße Hunde mit athletischem, robustem Körperbau, der ihnen eine hohe Ausdauer und Beweglichkeit ermöglicht. Ihr Fell ist wasserabweisend und kann je nach Rasse in Länge und Struktur variieren. Die Fellfarben reichen von hellen Creme- und Goldtönen bis zu dunklem Braun oder Schwarz. Sie haben einen freundlichen, aufmerksamen Gesichtsausdruck, sanfte, mittellange Ohren und eine aufrechte Haltung. Die genaue Größe variiert je nach Rasse, bewegt sich jedoch typischerweise zwischen 50 und 60 cm Schulterhöhe und 25 bis 36 kg Gewicht.

Rassespezifische Charakterzüge

Retriever sind bekannt für ihr ausgeglichenes, freundliches und menschenbezogenes Wesen. Sie sind lernfreudig, intelligent und leicht zu erziehen, was sie zu beliebten Begleit- und Familienhunden macht. Ihre enge Bindung an den Menschen und ihr natürlicher Drang zu gefallen, gepaart mit einem ausgeprägten Apportierinstinkt und großer Wasserfreude, machen sie zu idealen Begleitern. Sie sind sehr sozial, vertragen sich gut mit anderen Tieren und sind meist kinderfreundlich. Ihr hoher Bewegungsdrang, häufig ein starker Jagdinstinkt, bei manchen eine ausgeprägte Fresssucht und ihre hohe Intelligenz erfordern jedoch ausreichend Beschäftigung und Training, um Langeweile und unerwünschtes Verhalten zu vermeiden.

Haltungsempfehlung

Retriever sind anpassungsfähige Hunde, die sowohl in der Stadt als auch auf dem Land gehalten werden können, sofern sie genug Bewegung und geistige Beschäftigung erhalten. Sie passen gut zu aktiven Menschen, die viel Zeit im Freien verbringen und abwechslungsreiche Aktivitäten anbieten können. Apportierübungen, Wasserspiele oder Hundesportarten wie Dummytraining und Fährtenarbeit sind ideal, um die Bedürfnisse dieser Rassen zu erfüllen. Als Familienhunde sind Retriever hervorragend geeignet, sollten jedoch nicht über längere Zeit alleine gelassen werden, da sie enge Bindung und Gesellschaft suchen.

Retriever-Rassen

Jede Retriever-Rasse hat spezielle Merkmale und Eigenschaften, die sie von den anderen unterscheiden, obwohl alle für ähnliche Aufgaben gezüchtet wurden und viele gemeinsame Charaktereigenschaften teilen. Hier sind die Besonderheiten der sechs offiziellen Retriever-Rassen:

1. Labrador Retriever
  • Besonderheit: Labradore sind besonders menschenbezogen und freundlich, was sie zu idealen Familien- und Begleithunden macht. Sie zeichnen sich durch hohe Intelligenz, eine schnelle Auffassungsgabe und eine starke Bereitschaft aus, ihrem Menschen zu gefallen. Ihr Fell ist kurz und dicht, was ihnen gute Wetterresistenz verleiht. Labradore haben oft einen hohen Bewegungsdrang und benötigen viel körperliche und geistige Beschäftigung, oft fressen sie alles, was sie finden, egal ob essbar oder nicht.
  • Typische Merkmale: Robuster Körperbau, kürzeres, wasserabweisendes Fell; Farben in Gelb, Schwarz oder Schokolade.
2. Golden Retriever
  • Besonderheit: Golden Retriever sind für ihre Geduld und ihr sanftes Wesen bekannt, was sie besonders für Familien mit Kindern und als Therapiehunde geeignet macht. Sie sind sehr lernfreudig und haben einen ausgeprägten „Will to please“, der sie zu beliebten Begleithunden macht. Ihr Fell ist etwas länger und muss regelmäßig gepflegt werden.
  • Typische Merkmale: Welliges, goldenes oder cremefarbenes Fell; sanfter Ausdruck und athletischer Körperbau mit hoher Ausdauer.
3. Flat-Coated Retriever
  • Besonderheit: Der Flat-Coated Retriever ist für seine überschäumende Lebensfreude und seinen verspielten Charakter bekannt, er wirkt oft jugendlich und energiegeladen bis ins hohe Alter. Diese Rasse ist besonders begeisterungsfähig und liebt ausgedehnte Spaziergänge und Apportierübungen.
  • Typische Merkmale: Langes, glattes Fell, das schwarz oder leberfarbend sein kann; schlankerer Körperbau als der Labrador oder Golden Retriever.
4. Curly-Coated Retriever
  • Besonderheit: Der Curly-Coated Retriever hat ein charakteristisches, lockiges Fell, das ihn besonders widerstandsfähig gegen Kälte und Wasser macht. Diese Rasse gilt als etwas unabhängiger und braucht eine konsequente Erziehung. Curly-Coats sind im Vergleich zu anderen Retrievern oft etwas zurückhaltender, aber dennoch sehr loyal.
  • Typische Merkmale: Dicht gelocktes Fell in Schwarz oder Leberfarben; größer und muskulöser als einige andere Retriever-Rassen.
5. Nova Scotia Duck Tolling Retriever
  • Besonderheit: Der kleinste Retriever, oft auch „Toller“ genannt, wurde speziell dafür gezüchtet, Enten zu „locken“ (englisch „to toll“) und sie zum Ufer zu bringen. Sie haben ein auffälliges, fuchsrotes Fell und sind extrem agil, aufmerksam und lebhaft. Diese Rasse erfordert aufgrund ihrer Intelligenz und Energie ein anspruchsvolles Beschäftigungsprogramm.
  • Typische Merkmale: Rotes bis orangefarbenes Fell mit weißen Abzeichen; kompakter und kleiner Körperbau, lebhafter Ausdruck.
6. Chesapeake Bay Retriever
  • Besonderheit: Die härteste und eigenständigste der Retriever-Rassen, speziell für die Arbeit unter rauen Wetterbedingungen und in kaltem Wasser gezüchtet. Chesapeake Bay Retriever haben einen stark ausgeprägten Schutztrieb und sind gute Wachhunde, weshalb sie manchmal eine stärkere Bindung zu ihren Bezugspersonen haben und weniger sozial mit Fremden sind.
  • Typische Merkmale: Dichtes, öliges und wasserabweisendes Fell in braunen bis lohfarbenen Tönen; kräftiger und sehr muskulöser Körperbau.

Diese Unterschiede machen jede Retriever-Rasse einzigartig und besonders geeignet für verschiedene Arten von Familien und Lebensstilen, wobei alle Retriever eine starke Bindung zu ihren Menschen und eine ausgeprägte Begeisterung für Apportierspiele und Wasser haben.


Retriever Mischlinge

Rassebeschreibung 3

Wir stellen vor: Englischer Cocker Spaniel

Reinrassige Cocker Spaniel


Geschichte bzw. Herkunft

Spaniel als Jagdhunde gibt es schon seit dem 14. Jahrhundert. Er kommt ursprünglich aus Grossbritannien (UK). Sie waren dazu gedacht, Niederwild und Vögel aufzustöbern und nach dem Schuss zu apportieren. Auch in der Falknerei und zum Apport aus dem Wasser wurden sie eingesetzt. Woher die Bezeichnung „Spaniel“ stammt, ist nicht genau geklärt. Zum einen könnte es auf einen spanischen Ursprung hindeuten, zum anderen könnte es sich vom keltischen Wort „spain“, zu Deutsch „Kaninchen“ ableiten. Auch eine Ableitung vom altfranzösischen Verbs „espagner“, zu Deutsch „niederlegen“, wäre eine Möglichkeit.

Im Laufe der Jahrhunderte bildeten sich verschiedene Spaniel-Typen heraus. Der Cocker Spaniel wurde insbesondere zum Aufscheuchen von Waldschnepfen (englisch: woodcock) eingesetzt, woraus sich sein Name ableitet. Um 1900 herum wurden die verschiedenen Spaniel-Varietäten nach und nach als eigenständige Rassen vom British Kennel Club anerkannt.

Rassebeschreibung
  • Gruppe: 8. Apportierhunde – Stöberhunde – Wasserhunde
  • Sektion: 2. Stöberhunde
  • Größe: Zwischen 38 – 41cm
  • Gewicht: Zwischen 12,5 bis 14,5kg
Erscheingungsbild
  • Körper: Kompakt, kräftig mit geradem Rücken
  • Ohren: Hauptmerkmale sind seine langen, tief angesetzten sowie herunterhängenden Ohren
  • Augen: Treuer, manchmal auch stolzer Blick aus großen dunklen Augen
  • Nasenschwamm: Eine große Nase sowie eine eckige Schnauze
  • Pfoten: Dick gepolstert
  • Haare: Seidig weich, glatt oder gewellt sowie sehr dick. Während das Fell an den Ohren, am Bauch, an der Brust, den Beinen und am Schwanz lang ist, ist es am Kopf kurz.
  • Fellfarbe: Sehr unterschiedlich, sie kann sowohl uni als auch mehrfarbig sein. Es gibt den Cocker Spaniel in schwarz, rot oder braun, in schwarz-weiß, braun-weiß sowie orange-weiß, in braun-, blau- und orangeschimmel aber auch in tricolor.
Rassespezifische Charakterzüge

Cocker Spaniel sind Jagdhunde und haben somit ein aktives und stets wachsames Wesen. Sie sind temperamentvoll – ja beinahe quirlig -, fröhlich, anhänglich und sehr sensibel. Im Prinzip sind sie gehorsam, allerdings muss man feststellen, dass sie zuweilen auch sehr eigensinnig sein können, was man in erster Linie den roten Cockern nachsagt. Ein Cocker Spaniel bellt sehr gerne und viel und ist ständig in Aktion. Seine Rute ist permanent in Bewegung. Der Cocker Spaniel ist ein schneller Apportierhund, der eine enorme Ausdauer an den Tag legt. Da er ein guter und leidenschaftlicher Fährtensucher ist, kann es schon mal vorkommen, dass er beim Spazierengehen abhaut, wenn er nicht an der Leine geführt wird. Weder unwegsames Gelände noch undurchdringbares Dickicht schrecken ihn dabei ab. Im Prinzip ist er ein furchtloser Hund. Cocker Spaniel sind sehr gut als Spür-, Jagd- und Apportierhunde für vorrangig Geflügel und Niederwild aber auch als Familienhunde zu halten. Sie benötigen regelmäßige und ausgiebige Beschäftigung, um fit zu bleiben. Hundesportarten, die ihre Fähigkeiten zum Fährtensuchen unterstützen, ergänzen das perfekte Zusammenspiel zwischen Besitzer und Hund. Die Hunderasse ist mit anderen Hunden gut verträglich und liebt Wasser. Allerdings neigen Cocker Spaniel zur Gefräßigkeit und somit zum Übergewicht. Für seinen Besitzer bedeutet das, dass er auf ein ausgewogenes Hundefutter sowie sorgfältigen Umgang mit Leckerli achten sollte. Seine Bellfreudigkeit bringt Probleme beim Halten in Mietwohnungen mit sich.

Der typische Cocker Spaniel ist selbstbewusst, manchmal eigensinnig, aber ohne Hang zu Dominanz. Die Erziehung fällt meist nicht schwer. Am meisten hat man noch mit jugendlichem Überschwang und seinem Temperament zu kämpfen. Dabei gelten Cocker als sehr verfressen, was die Erziehung über Belohnungs-Happen einfach macht. Jedoch muss man ihm beibringen, draußen nicht „Staubsauger“ zu spielen und natürlich auf seine schlanke Linie achten.

Im Freien ist er unermüdlich, liebt das Stöbern und Verfolgen von Spuren, was man früh in geordnete Bahnen lenken sollte, will man ihn in Wald und Feld ableinen können. Alternativ-Beschäftigung, zum Beispiel in Form von Dummy-Arbeit, nimmt er gerne an.

Haltungsempfehlung

Auf Grund seines gutmütigen, unkomplizierten und humorvollen Wesens, eignet sich ein Cocker Spaniel gut als Familienhund. Er ist immer gerne mit dabei, manchmal fast etwas aufdringlich und liebt jede Art von Beschäftigung mit seiner Familie. Einen Garten braucht er nicht unbedingt, aber viel Bewegung und Beschäftigung im Freien. Es bietet sich Nasenarbeit oder Apportiersport an, aber auch für z.B. Agility oder DogDance ist er zu begeistern. Viele Cocker schwimmen auch sehr gerne.

Mit anderen Haustieren versteht er sich in der Regel gut, im Freien kann beim Anblick von Kleintieren aber sein Jagdtrieb mit ihm durchgehen. Mit fremden Hunden sind die meisten Cocker Spaniel verträglich und verspielt, eine gute Sozialisierung vorausgesetzt. Durch seine Intelligenz und Begeisterungsfähigkeit ist der Cocker recht leicht zu erziehen, jedoch lernt er auch schnell, wie er seine Menschen um den Finger wickeln und Situationen zu seinem Vorteil nutzen kann. So ist, wie bei jedem Hund, auch beim Cocker Spaniel Konsequenz sehr wichtig.

Das Fell sollte regelmäßig gebürstet werden, vor allem an den Ohren und den Läufen, damit es nicht verfilzt. Die langen Schlappohren müssen regelmäßig auf Parasiten, aber auch auf Grassamen und ähnliches kontrolliert und gegebenenfalls gesäubert werden.


Cocker Spaniel Mischlinge