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Kenzo

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Du bist jetzt ein Engel

Lieber Kenzo,

sieben lange Monate hast Du in einem Käfig in der Lida ausgehalten. Du bist dort aufgewachsen und kanntest keinen anderen Ort, genau wie Deine sieben Geschwister. Ihr habt Alle überlebt und einer nach dem anderen fand eine Pflegestelle oder ein Zuhause.

Auch für Dich schien das Glück endlich perfekt zu sein, fandest Du doch Menschen, die Dich gesehen haben. Die bedingungslos ja zu Dir gesagt und Dich direkt adoptiert haben und zudem auch noch Deine Schwester Chanel, die bereits in Deutschland auf einer Pflegestelle war. Ihr solltet euch hier, in einem wunderbaren Zuhause, wiedersehen und das Glück gemeinsam genießen. Gemeinsam mit zwei von Deinen Geschwistern und Deiner Mutter, die ebenfalls Pflegestellen bzw. ein Zuhause gefunden hatten, bist Du dann Anfang Februar 2017 endlich in Dein Glück geflogen.

Aber das Schicksal kann so schrecklich grausam sein. Sah es die ersten Tage noch so aus, als stände Deinem Glück nun nichts mehr im Weg, wurdest Du plötzlich immer schwächer, konntest nicht mehr fressen und warst sehr krank. Deine Familie brachte Dich in die Klinik, Du bekamst Infusionen, Medikamente und Alle kämpften um Dich und Dein kleines Leben. Du kleiner Kämpfer machtest Fortschritte und durftest wieder nach Hause. So gerne hättest Du gespielt, wie andere Katzenkinder in Deinem Alter, aber Deine Beine versagten ihren Dienst. So verbrachtest Du die Zeit am liebsten auf der Brust Deines Adoptivpapas, eng an ihn gekuschelt unter einer Decke und hast ihm fleissig Geschichten erzählt. Wenn er aufgestanden ist, hast Du versucht ihm zu folgen und hast herzzerreissend geweint, bis er zu Dir zurück gekommen ist. Du hattest Dein Herz an ihn verschenkt und er seines an Dich. Dein Adoptivpapa nahm sich extra Urlaub um Dich zu päppelt und dafür zu sorgen, dass Du Kraft bekommst um endlich in Dein neues Leben zu starten. Aber Dein Körper war schon zu schwach. Du hast gekämpft mit all Deiner Kraft und Deine Familie auch, aber es sollte nicht sein. Schließlich, zwei Wochen nach Deiner Ankunft, hat Deine Leber versagt und Deine Familie musste dich erlösen.

Kleiner Kenzo, als hättest Du gewusst, dass Dir nicht viel Zeit bleibt, hast Du jede Minute mit Deiner Familie in Dich aufgesogen, trotz Deiner Krankheit. Auch wenn es Dir nicht gut ging, wurde deutlich, dass Du ein kleiner Sonnenschein mit einem Herz voller Liebe warst. Du hattest noch so viel zu erzählen.

Das einzige, was uns trösten kann ist, dass Du gespürt hast, dass Du geliebt wurdest. Du musstest nicht einsam, alleine und verlassen auf Zeitungspapier in einem engen Käfig sterben, sondern durftest in den Armen Deiner geliebten Menschen für immer einschlafen.

Unser Dank und unsere Anteilnahme gilt Kenzos Adoptiveltern, die zwei Wochen lang bedingungslos für Kenzo da waren, mit und für ihn gekämpft und Kenzo gezeigt haben, dass er geliebt wird.

Still, seid leise,
es ist ein Engel auf der Reise.
Er konnte nur kurz bei Euch sein,
vergesst ihn nicht, er war so klein.
Geht nun ein Wind an mildem Tag,
so denkt, es war sein Flügelschlag.
Und wenn ihr fragt, wo mag er sein?
Seid gewiss, ein Engel ist niemals allein!
Er kann jetzt alle Farben sehen,
auf Pfoten durch die Wolken gehen
und wenn ihr ihn auch sehr vermisst
und weint, weil er nicht bei Euch ist,
dann denkt, im Himmel, wo es ihn jetzt gibt,
erzählt er stolz: ich werd geliebt!

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