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Hunde

Krankheiten - Was muss ich wissen

Giardien

Allgemein

Giardien und Spulwürmer sind die am häufigsten vorkommenden Darmparasiten bei Hunden und Katzen. Etwa jeder fünfte Hund und jede zehnte Katze ist mit Giardien bei uns in Deutschland infiziert. Die Befallshäufigkeit bei Welpen und Jungtieren kann dabei bis auf 70% ansteigen. Eine Studie zeigt, dass bei 22% der Hunde und 23% der Katzen eine Giardien-Infektion die Ursache für eine Durchfallerkrankung war. Die Ausscheidung der Giardien ist wiederum die Hauptinfektionsquelle für die Verbreitung dieser einzelligen Parasiten. Im Darm vermehren sie sich durch Zweiteilung.

Symptome

Das klinische Symptom einer Giardienbesiedlung des Dünndarms ist ein wechselhaft auftretender hartnäckiger Durchfall. Der Kot kann Schleimbeimischungen enthalten, gelegentlich ist er sogar blutig. Der Kot ist nicht immer dünn, es taucht oftmals auch phasenweise auf, so dass man kaum an Giardien denkt. Manchmal kommt es auch zu Erbrechen und Abmagerung.

Diagnose

Der Giardiennachweis erfolgt mittels schnell durchzuführender Laboruntersuchungen. Hierfür wird eine Kotprobe benötigt. Da Giardien nicht täglich dem Kot ausgeschieden werden, ist es sehr wichtig den Kot über drei Tage zu sammeln, und eine Sammelkotprobe zur Untersuchung abzugeben.

Empfehlung: Wir, vom Verein STREUNERHerzen e.V., empfehlen grundsätzlich 3-4x im Jahr eine 3-Tages-Kotprobe auf Würmer, Giardien und Kokzidien untersuchen zu lassen. Von einer Entwurmung ohne nachgewiesenen Befall raten wir ab. Nicht nur, dass man eventuell falsch behandelt, weil die Entwurmung nur gegen bestimmte Wurmarten wirksam ist und weder Kokzidien noch Giardien abtöten, auch die Entwurmung an sich ist ein Medikament, welches toxisch wirkt und unserer Meinung nach nur bei nachgewiesenem Befall gezielt eingesetzt werden sollte. Alle zur Verfügung stehenden Wurmmedikamente wirken nicht prophylaktisch! Geben Sie ihrem Tier eine Chance, wenn Sie die Möglichkeit haben, den Körper zu schonen. Sollte ein Medikament gegen eine der Parasitenarten notwendig sein, sollten sie danach daran denken, den Darm wieder aufzubauen und in der regulären Tätigkeit zu unterstützen. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten. Lassen Sie sich von Ihrem Tierarzt über die Behandlungswege beraten.


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