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Silas

Ein Leben kurz vor dem Tod

Wir wurden von unserem Partnertierheim, der L.I.D.A. Olbia, um Hilfe gebeten. Als ich in das Tierheim kam, wurde ich sofort in das Ambulatorio geführt. Als ich dem Blick meines sardischen Kollegen folgte, sah ich zuerst in wunderschöne große Augen, gefolgt von einem schweren Verband am Bein.

Ich hockte mich hin und öffnete die Tür von dem Doppelkäfig. Als ich ihn an der Brust und seinem Kopf streichelte, merkte ich sofort, dass der junge Rüde glühte. Er musste Fieber haben. Die Tierärztin und mein Kollege erzählten mir dann die Geschichte und öffneten den Verband.

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Silas, eigentlich zu diesem Zeitpunkt noch namenlos, war in einem kleinen Vorort von Olbia von seinem Herrchen an eine Kette gelegt worden. Dort wurde man auch auf ihn aufmerksam. Das Bein war fast komplett skalpiert und es hing Fleisch aus der großen Wunde. Ein Gespräch mit dem Besitzer war unmöglich. Er kümmerte sich nicht darum, sagte, dass es auch keinen anderen etwas anging und seinem Hund ginge es gut.

So vergingen ein paar Tage. Jeder dieser Tage wurde genutzt, um den Besitzer davon zu überzeugen, dass der Hund in Behandlung müsse und so sterben würde. Aber auch hier wurde der Besitzer eher wütender als dass er Vernunft annahm.

Zu guter Letzt wusste man sich nicht mehr zu helfen und löste die Kette, nahm den Rüden mit und brachte ihn zuerst in unser Partnertierheim. Klar war, dass der Besitzer sich schnell melden würde und vermutlich seinen Hund zurückverlangte, aber die Kollegen konnten nicht zuschauen, wie der hübsche, zutrauliche Rüde so sterben musste. Das Fleisch war in keinem guten Zustand, es war teilweise schon völlig nekrotisch und somit wurde die Situation immer schlimmer. Auch das Fieber zeigte uns schnell, dass uns nicht viel Zeit blieb. Also sagten wir STREUNERHerzen zu, die Klinikkosten auf Sardinien komplett zu übernehmen, Hauptsache, dem wirklich freundlichen Rüden konnten die Schmerzen und das Leid genommen werden.

Zeitgleich versuchten wir eine Pflegestelle in Deutschland zu finden, die den jungen Rüden aufnehmen würde nach seiner dreiwöchigen Wartezeit wegen der Tollwutimpfung (Reisebedingung). Wir fanden eine Pflegestelle, die alles stehen und liegen ließ und sich sofort für den Rüden entschied. Unendlich dankbar für die schnelle Zusage zu helfen, konnten wir nun weiter planen. Die Tochter der Pflegestelle, die als erstes sagte, "Mama, wir müssen dem armen Hund helfen", vergab den Namen Silas und somit hatte unser Hund ohne Namen auch endlich seinen eigenen Namen.

In der Klinik auf Sardinien wurde die Wunde behandelt. Das nekrotische Gewebe wurde entfernt und alles gesäubert. Nach einigen Tagen wurde dann von dem Rippenbogen Haut entnommen und auf das Bein transplantiert. Die Operation verlief gut und auch die Tage danach gab es Grund zum Feiern, denn die Transplantation ist erfolgreich gelungen.

Silas durfte vor zwei Wochen dann ausreisen und wurde direkt stationär bei unserem Tierarzt aufgenommen. Die Wunde sah nach wie vor gut aus, zwei kleine Stellen mussten nochmal gesäubert werden und er verbrachte eine Woche dort, da er immer agiler wurde und dies seiner Wundheilung überhaupt nicht half.

Mittlerweile ist er auf seiner Pflegestelle angekommen und wird ab und an vom Tierarzt kontrolliert. Insgesamt sind alle mit dem Verlauf sehr zufrieden. In Kürze werden wir Silas auch unter den Vermittlungstieren vorstellen.

Die Erstbehandlung auf Sardinien hat uns 1.232,19 Euro gekostet. Die erfolgte Behandlung hier in Deutschland ist noch nicht abgerechnet, aber wir schätzen sie auf einige hundert Euro.

Diese Summen schränken uns auf anderen Gebieten, wie unsere Kastrationsaktionen auf Sardinien oder auch neue Notfallaufnahmen, extrem ein, denn das Geld wurde von anderer Stelle genommen. Vielleicht haben Sie die Möglichkeit, uns mit Spenden zu unterstützen und Silas ´ Rechnungen begleichen zu können.

Bitte spenden Sie unter dem Stichwort "Silas - Rettung vor dem Tod" und unterstützen Sie uns in unserem Handeln, solche Notfälle kurzfristig retten zu können.


Update 12.05.2017

Silas ist gesund! Aber sein größtes Glück – eine Familie – fehlt noch!

Nun ist Silas seit drei Monaten in Deutschland. Dank Ihrer großzügigen Spenden konnten wir ihm die dringend nötige Operation und Nachsorge zukommen lassen.

Die Behandlung seiner schweren Verletzung ist jetzt abgeschlossen. Er ist wieder fit, die Wunde ist verheilt und das Bein sieht wirklich super aus, es ist keine weitere Behandlung nötig.

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Daher wird es nun dringend Zeit, dass er seine Menschen für´s Leben, sein Endzuhause findet.

Es sollten auf jeden Fall hundeerfahrene Menschen sein, die Freude daran haben, mit ihm zu arbeiten. Silas ist ein toller, lieber und verschmuster Hund, braucht aber souveräne Menschen mit klaren Führungsqualitäten, denn sonst wird er versuchen, seinen Willen durchzusetzen. Er lebt momentan mit einer kleinen Hündin zusammen, braucht aber eigentlich keinen anderen Hund in seinem neuen Zuhause, möchte seine Menschen lieber für sich allein.

Auch eine erfahrene Pflegestelle darf sich gern melden. Silas, der Unglücksrabe, muss nun zu allem Unglück auch noch spätestens Ende Juli seine momentane Pflegefamilie verlassen. Diese hat ihn liebevoll aufgepäppelt, kann ihn aber aus persönlichen Gründen nicht länger auf seinem Weg begleiten.

Daher möchte Silas jetzt unbedingt mit seiner eigenen Familie die Welt entdecken und das Hundeeinmaleins erlernen. Es wäre schön und unser großer Wunsch, wenn er das ohne Umweg über eine neue Pflegefamilie direkt in seiner Familie erleben dürfte.

Hier gelangen Sie auf seine Vermittlungsseite.


Spendeneingang

020,00 Euro Uta O.
050,00 Euro Annett Sch.
025,00 Euro Bernhard L.
100,00 Euro Iris + Carsten S.
100,00 Euro Gotthard R.
030,00 Euro Elisabeth B.
025,00 Euro Nicole V.
010,00 Euro Ariane Sch.
600,00 Euro Pascale C.
500,00 Euro Dr. Julia Marie W.

Sollten mehr Spenden eingehen als für das ausgewählte Tier benötigt, wird dieses Geld einem anderen SOS- oder Patenschaftstier helfen!


Ansprechpartner

Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an:

Spendenbetreuung

Ansprechpartner

Katrin Klutsch


Spendenbetreuung SOS Tiere

Telefon (08024) 93 68 9
Mobil (0171) 97 70 738 (wochentags ab 19.00 Uhr)
E-Mail: katrin.klutsch@streunerherzen.com

Vermittlung

Ansprechpartner Beate Roeder


Vermittlung Hunde

Telefon: (02181) 49 53 52 1 oder (0172) 92 37 39 4
E-Mail: beate.roeder@streunerherzen.com


Bankverbindung

STREUNERHerzen e.V.
Kreissparkasse Köln
BLZ 370 502 99
Konto 157284821

IBAN DE93370502990157284821
BIC COKSDE33



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