Neuigkeiten  Gesichter & Fakten  So helfen Sie mit  Termine & Allgemeines  Gästebuch


Zurück zur vorherigen Seite Hunde

Fiametta

Wer geht den Weg mit mir?

ZurückWeiter

Videos von Fiametta:

Video von YouTube anschauen   Video von YouTube anschauen


Fakten

Geboren:
ca. 05.02.2008

Rasse:
Mischling

Schulterhöhe:
ca. 52 cm

Gewicht:
-

Geschlecht:
weiblich

Kastriert:

Gesucht wird

Zuhause:

Pflegestelle:
-

Paten:
-


geimpft:

gechippt:

Mittelmeercheck:
1. Test komplett negativ

Krankheiten:
keine bekannt


Handicap:
-


Aufenthaltsort:
51061 Köln



Verträglichkeit / Trieb

Katzen:
unbekannt

Hunde:

Kinder:
unbekannt

Jagd:
unbekannt

Haltungsbedingungen

Garten:

Zweithund:
souveräner Ersthund

Hundeschule:
bedingt



So viele Jahre deines Lebens sind dir verloren gegangen, Fiametta. Als Welpe kamst du in unser Kooperationstierheim in Tortoli und lebtest fortan ein Leben auf 4 qm. Tagein taugaus im Zwinger, ohne Reize, ohne Ansprache. Wen wundert es also, dass du dich uns gegenüber eher ängstlich zeigtest, als wir dich endlich Ende 2015 entdeckten. Doch du zeigtest dich trotzdem sehr sanft und so beschlossen wir, dir endlich nach vielen Jahren eine Chance auf ein Zuhause und ein schönes Leben zu geben. Du bekamst ein Gesicht auf unserer Homepage, doch leider tat sich über 1,5 Jahre nichts für dich.

Doch nun, endlich, am 02.06.2017, konntest du nach Deutschland auf eine Pflegestelle reisen. Wir waren uns klar darüber, dass du sicher sehr ängstlich sein wirst. Doch lesen Sie, was die Pflegestelle nach wenigen Tagen schreibt:

„Fiametta wird bei mir Feli genannt und gerufen. Vier Tage sind natürlich eine kurze Zeit und somit kann man noch nicht soooo viel sagen. Aber versuchen wir es mal...

Feli ist ein Hund, der Zeit ihres Lebens nichts kennen gelernt hat. Für sie ist die Welt hier draußen fremd und beängstigend. Sie ist aber definitv ein Hund der nicht resigniert hat, sie will Vertrauen fassen, auch wenn sie anscheinend nicht die besten Erfahrungen mit Menschen gemacht hat. Sie will jetzt schon gefallen und alles irgendwie richtig machen. Was sie blockiert ist ihr Kopf, aber wenn man weiß wie man sie knacken kann, dann zeigt sie einem Tag für Tag wie sie dazu lernt und dass sie es möchte. Neun Jahre Zwinger kann man nicht einfach so aus einem kleinen Köpfchen heraus löschen. Anfang rannte sie hier Runde um Runde wie im Zwinger. Wenn sich draußen etwas im Hof tut tigert sie auf und ab, hechelt und findet erst recht keine Ruhe. Vier Tage sind keine lange Zeit aber diese haben bereits gereicht, dass sie verstanden hat abzuschalten. Sie legt sich selbstständig auf ihre Decke und auch ich kann wieder atmen ohne dass Feli augenblicklich aufspringt.

Draußen an der Leine gab es zunächst ein Riesen-Chaos. Panik an der Straßenseite zu gehen, denn da kamen ja Autos. Panik auf der anderen Seite an der Hecke zu gehen, denn dahinter kann sich ja was Böses verbergen und da kommen ständig komische Geräusche von Menschen in ihrem Garten. Mila, meine Hündin, wurde des Öfteren über den Haufen gerannt, aber wie so oft zahlt sich Geduld und Übung aus. Jeden Tag gehen wir immer den gleichen Weg an der Straße. Genauso wie wir jeden Tag die Terrassentüre und das Hoftor durchqueren. Auch hiervor hatte Feli Panik, schmiss sich regelrecht auf den Boden. Mittlerweile ein Kinderspiel. Genauso erfolgreich üben wir auch die Straße und es klappt immer besser. Gut, wenn Menschen oder gar Radfahrer entgegen kommen, weiß Madame nicht wohin mit sich. Am liebsten würde sie sich wohl in diesem Moment in Luft auflösen. Ich nehme sie dann auf Seite und stelle mich beschützend vor sie. Dies hat immerhin dazu geführt dass man keinen dreifachen Salto mehr an der Leine hinlegen muss und auch kein Suizid-Hund werden muss, der auf die Straße springt. Ja, die Angst ist ihr anzumerken, aber hey - sie hat einen Beschützer der sich vor ihr aufbaut, da kann man auch einfach mal still hocken bleiben, vielleicht sieht einen dann keiner ;-)

Heute war ja der erste Büro Tag und ich habe mir wirklich Horrorszenarien ausgemalt. Immerhin fahren wir in die tiefste Innenstadt - zentraler geht es gar nicht mehr. Und dann parke ich auch noch in einer Tiefgarage. Aber sie hat mich wahnsinnig überrascht. Sie ging durch jeden dunklen Gang, stieg wie selbstverständlich in den Aufzug ein und fuhr nach oben. Auch im Bürogebäude war sie zwar vorsichtig, aber meisterte jedes Hindernis (Schiebetüren, Glasaufzug, viele Menschen...) mit Bravour! Autofahren ist übrigens auch überhaupt kein Problem. Sie scheint richtig Gefallen daran gefunden zu haben aus der Heckscheibe zu schauen :-) natürlich haben sie im Büro gleich alle begrüßen wollen, ihre Ankunft war ja schließlich jedem bekannt. Frauen gegenüber ist Feli sehr aufgeschlossen, dort geht sie neugierig hin und schleckt einem gleich zur Begrüßung mal die Hand ab. Männer beäugt sie schon eher, aber auch hier hat sie sich den ein oder anderen schon "ausgeschaut", den sie von sich aus freudig begrüßt hat. Ursprünglich dachte ich, da sie ja ein Angsthund ist, sie bräuchte ewig um Vertrauen zu fassen - also auch mir gegenüber. Aber vom ersten Tag an klebte sie an mir als hätte sie begriffen, dass ich nun ihr vorübergehendes Frauchen bin. Wenn ich morgens aus dem Schlafzimmer komme, rennt Feli auf mich zu wie ein Junghund und als hätten wir uns drei Monate nicht gesehen. Das Schwänzchen wedelt, sie rutscht beinahe aus, da sie mich stürmisch begrüßt, aber ihre fehlende Muskulatur dazu führt, dass sie kaum Halt findet. Ihre wirklich enge Bindung macht es einem natürlich deutlich leichter im Training. In reizarmer Umgebung, also im Wald zum Beispiel, läuft sie akkurat an der Leine und sucht ständig den Blickkontakt. Sie ist wie ein Schäfi (will to please). Wenn sie es irgendwann mal schafft ihre Ängste hinter sich zu lassen und in eine tolle neue Zukunft zu blicken, wird sie ein traumhafter Hund.

Beim Tierarzt hat Feli alles über sich ergehen lassen ohne auch nur einen Mucks zu machen, genau wie beim Baden am zweiten Tag. Bei der Blutentnahme haben ihre Beinchen vorne nicht mehr so mitgemacht, sie rutschte immer weiter weg. Aber hinten wurde ja Blut genommen, also machte sie ein wenig Yoga auf dem Untersuchungstisch in Form eines Sonnengrußes - vorne Liegeposition und hinten die Beine aufgestellt. Soll die Frau Doktor mal machen.. Auch hier waren alle ganz begeistert von dieser sanften Seele. Sie ist unheimlich verschmust und anhänglich. Es ist eben nur ein langer Weg dahin ihr sämtlichen Ängste zu nehmen und sie in Ruhe an alles heranzuführen. Sie will lernen und sie wird ihren Weg gehen!

Mit Hunden ist sie gut verträglich. Sie ist nur sehr schüchtern und wenn Hunde bellen hat sie total Angst und rennt mit eingeklemmten Schwanz weg. Ein Zweithund wäre in der Vermittlung sehr hilfreich, da sie sich schon sehr an Mila orientiert. Aber es sollte nicht nur ein souveräner Hund sein, sondern auch ein eher ruhiger, lieber, der sie nicht gleich bedrängt. Das Geschlecht ist hierbei aber egal. Katzen auf dem Hof ignoriert sie vollkommen, bisher interessiert sie ein anderes Tier draußen auch nicht.

Was ich darüber hinaus schön für sie fänd wäre ein gesicherter Garten. Ich habe das Gefühl es würde ihr helfen, wenn sie frei entscheiden könnte ob sie nun draußen oder drinnen sein möchte. Am Anfang ist sie ständig mit ihrem Kopf in die Terrassentür gelaufen und ein wenig hat sie immer noch den Drang nach draußen. Stubenrein ist sie perfekt und auch sonst benimmt sie sich vorbildlich im Haus :-)

Ich denke hier sind Leute gefragt die ihr Zeit geben, sie heranleiten aber dennoch nicht zu "weich" sind. Sie braucht eine führende Hand damit sie vertraut und durch gewisse Situationen geht. Man darf sie nicht in Watte packen und bemitleiden, dann wird sie nie da raus kommen. Es sollten Menschen sein, die jetzt nicht gleich in der Innenstadt wohnen, aber wichtig wäre vor allem ,dass man Zeit und Geduld für sie hat. Ich lasse sie hin und wieder mal ein bisschen allein wenn ich mich in den Hof setze oder den Müll wegbringe. Sie kann alleine sein, sie bellt auch nicht. Aber man merkt gleich dass ihr eine Stütze fehlt und sie unsicher wird. Kinder sollten definitiv schon älter sein, denn sie erschreckt sich sofort bei hektischen Bewegungen - wir haben ja einige Kleinkinder auf dem Hof.

Sie ist ein toller Schatz der noch alles vor sich hat. Und sie verdient es endlich in einem tollen Zuhause ankommen zu dürfen, wo man sie nimmt wie sie ist und sie behutsam in die weite Welt begleitet.“

Haben Sie sich in diese sanfte Seele verliebt und möchten Sie sie auf ihrem Weg begleiten? Dann freue ich mich über ihre Email oder Ihren Anruf.

Wir vermitteln bundesweit, wenn Sie bereit sind, Fiametta auf ihrer Pflegestelle zu besuchen und abzuholen.


Ansprechpartner

Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an:

Ansprechpartner Ilka Spelsberg


Vermittlung Hunde

Telefon: (02261) 97 99 65
E-Mail: ilka.spelsberg@streunerherzen.com


© 2013 STREUNERHerzen e.V.    Sitemap   |    Links   |    Kontakt   |    Bankverbindung   |    Impressum