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Buck, der Vergessene

Endlich wurde er gesehen, doch seine Prognose ist nicht gut

Von Welpenzeit an lebte Buck in der L.I.D.A., unserem Kooperationstierheim auf Sardinien. Aus dem kleinen, süßen Fellknäuel im Jahr 2004 ist ein alter, gebrechlicher Opi geworden, den wir im Herbst 2016 in die Vermittlung aufnahmen. Zu diesem Zeitpunkt lebte er bereits auf der Piazza des Tierheims, wo er besser unter Beobachtung sein konnte, denn er hatte einen Schlaganfall hinter sich und war sehr wackelig auf den Beinen. Die meiste Zeit des Tages döste er und seine Highlights bestanden aus wenigen Momenten, in denen er von einem Vorbeigehenden eine kurze Streicheleinheit erhaschen konnte.

So viele Jahre führte er ein tristes Dasein hinter Zäunen. So viele Jahre, in denen er ungesehen blieb. So viele Jahre, in denen sich niemand für ihn interessierte. So viele Jahre, in denen er niemandes Herz berühren konnte, in denen keiner kam, der sagte "Komm, lass uns zusammen nach Hause gehen". Buck, der Vergessene, der Unscheinbare, der Geduldige, der seinem Schicksal Ergebene.

Aber tief in ihm schlummerte Hoffnung und der Glaube, dass es sich gelohnt hat durchzuhalten, dass eine bessere Welt auf ihn wartet und sei es auch nur noch für einen kleinen Rest seines Lebens. Und er sollte Recht behalten!

Im Dezember erhielten wir ein Pflegestellenangebot von einer uns bekannten, seniorenerprobten Familie und wir zögerten keinen Moment, Buck diese Chance zu ermöglichen. Sein Herz hatte in all den Jahren so viel Liebe aufgespart, die es zu verschenken gab - das sollte er nun endlich tun dürfen!

Am 07.02.17 war es soweit. Sein großer Tag war endlich gekommen, das Abenteuer Leben sollte beginnen. Buck war am Reisetag sehr aufgeregt und nicht besonders angetan von seiner plötzlichen Lebensveränderung. Doch das sollte sich ganz schnell ändern. Sehnlichst erwartet wurde er am Flughafen in Empfang genommen und nach einer langen, anstrengenden Reise öffnete sich, Zuhause angekommen, endlich die unbequeme und enge Flugbox und damit die Tür in sein neues Leben.

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Das Pflegefrauchen schrieb uns am 08.02.17:

Unser Farbklecks im Rudel entpuppt sich als richtiger Schatz - unkompliziert, aufgeschlossen, verschmust, neugierig, genießerisch, verträglich, gemütlich. Ach ja, und schnarchen und pupsen kann er auch prima. ;-) Nach den ersten ausgiebigen Inspektionsrunden draußen und drinnen, dem Kennenlernen des Rudels, des Katers und der Hühner, nach einem mundenden Abendessen und vielen Kuscheleinheiten, fand er wohl, dass der gestrige Tag trotz der doofen Anreisestrapazen ganz gut gelaufen war und plumpste zufrieden auf eins der Kissen. Die erste Nacht war überraschend ruhig. Ich hatte mich auf mehrere gemeinsame Pippi-Streifzüge mit Taschenlampe bei Nieselregen durch den Garten eingestellt und bin jedes Mal aufgesprungen, sobald er sich bewegte - umsonst. Ein paar Schnaufer, ein Schluck Wasser, dann schnell weiterschlafen. Den ersten Spaziergang heute Morgen fand er meeeeega und marschierte wackligen, aber strammen Schrittes vorneweg.

Das mehrmalige ausgiebige Bürsten hat ihm auch sehr gefallen, ganz still stand er da und genoss. Und zwischendurch kommt er an meinem Schreibtisch vorbei, sich ein paar Streichler abholen. Das Sicherheitsgeschirr haben wir schon wieder ausgezogen, er hat keinerlei Fluchttendenzen und bei seiner Gebrechlichkeit käme er ohnehin nicht weit… denn sein geschätztes Alter (geb.2004) merkt man ihm wohl an. Die Beine wollen nicht zwangsläufig so, wie der Kopf möchte, die Hinterhand schwankt hin und her, die Vorderpfoten sind stark durchtrittig. Er hechelt sehr stark und durchgängig, sobald er steht oder geht. Nächste Woche stehen Grundcheck und Blutabnahme an, dann schauen wir mal.

Buck ist jedenfalls ein ganz zauberhafter Opi und wir freuen uns sehr, ihn hier zu haben.

Anbei ein paar Fotos und zwei kleine Videos von heute. Die größere, schwarze Hündin ist übrigens Oma Ivi, auch aus der Lida, seit Mai 2013 bei uns.

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Wie freuten wir uns darüber, dass Buck vom ersten Tag an das Leben in seiner neuen Familie zutraulich, neugierig und interessiert annahm!

Dann kam der Tierarztbesuch und unsere Freude wurde jäh getrübt. Buck hat einen Hodentumor, der bereits ist einem weit fortgeschrittenen Stadium ist, auch die Prostata ist stark vergrößert. Hinzu kommen Arthrose und Spondylosen, die Schmerzen bereiten. Der Hefepilz in den Ohren und die schlimmen Zähne sind angesichts dessen fast schon nebensächlich. Außerdem bemerkte das Pflegefrauchen, dass er Harn träufelt und sich auch vereinzelte Blutstropfen auf seiner Decke finden. Der Mittelmeertest ergab einen positiven Ehrlichiose-Titer, hier besteht aktuell jedoch kein Handlungsbedarf.

Die Ohren werden nun medikamentös behandelt und unter dem Schmerzmittel hat sich das Hecheln deutlich verringert. Er kommt auch besser auf die Beine und stolpert beim Laufen nicht mehr so viel. Nach wie vor träufelt er Harn, aber die Blutbeimischung hat glücklicherweise aufgehört. Das wird beobachtet und ggf. weiter untersucht und behandelt.

Bucks Prognose ist ungewiss. Der Hodentumor ist bereits sehr groß und wird weiter wachsen. Wie schnell oder langsam, kann niemand sagen und es kann sein, dass er aufbricht. Die Flüssigkeitsansammlung im Hodensack führt zu Schweregefühl und Zug am Samenstrang, was Schmerzen verursacht und die Bewegung behindert. Die vergrößerte Prostata wird irgendwann Probleme beim Kot- und auch Urinabsatz bereiten, es können blutige Durchfälle auftreten.

Uns war sofort klar, dass mit dieser Riesenbaustelle im Gepäck an eine Vermittlung nicht mehr zu denken ist und wir dem lieben, sanften Opi auch keinen Umzug mehr zumuten möchten. Viel zu lange hat er auf alles Schöne warten müssen, viel zu viel hat er all die Jahre entbehren müssen - jetzt soll er einfach nur "sein" dürfen und sein neues Leben in vollen Zügen genießen. Aus Bucks Pflegezuhause ist sein endgültiges Zuhause geworden und er wird die Zeit, die ihm noch bleibt, dort geliebt und umsorgt verbringen. Und wenn der Zeitpunkt gekommen ist, Abschied zu nehmen, wird Buck seinen letzten Atemzug im Kreise seiner Familie machen dürfen. Wir hoffen und wünschen uns sehr für ihn, dass dieser Moment noch sehr lange auf sich warten lassen und sein Glück noch eine ganze Weile andauern wird.

Das Pflegefrauchen schrieb:

Buck ist erst so kurz hier und er hat sich in Lichtgeschwindigkeit eingewöhnt. Am 2. Tag wusste er schon, dass Geschäfte draußen erledigt werden und an welchen Schrank man sich stellen muss, wenn man einen Keks für den kleinen Hunger zwischendurch haben will. Er ist zu jedermann freundlich und lieb, sehr nett gegenüber allen Artgenossen und auch mit dem Kater und den Hühnern hat er kein Problem. Obwohl er schon etwas sparsam geschaut hat, als neulich zwei neugierige Hühnchen zur morgendlichen Inspektionsrunde ins Wohnzimmer marschiert sind, die Krümel vom Boden aufgepickt und die Köpfe in die leeren Näpfe der Hunde gesteckt haben…

Seit ein paar Tagen weiß er, dass er mich frühmorgens im Bett finden kann und so steht er nun spätestens gegen 5 Uhr vor mir und wartet darauf, dass die Hand unter der Decke hervorkommt, um ihn zu kraulen. Dann möchte er kurz rausgelassen werden, lässt sich beim Reinkommen eine weiche Knabberstange reichen und schläft dann noch eine kleine Runde. Na ja, oder auch nicht…. Dass die Hunde aus der Lida aber auch immer solche Frühaufsteher sein müssen! ;-) Krabbeln, Bürsten und Spazieren gehen findet er super, am Tisch betteln kann er auch schon prima - was will man mehr? ;-)

Es ist wirklich schwer zu verstehen, dass so ein lieber Hund sein ganzes Leben lang von niemand gewollt wurde. Aber jetzt holt er auf der Zielgeraden alles nach und bekommt, was das Hundeherz begehrt. Alte Hunde sind einfach ein riesiges Geschenk und wir werden unser Bestes tun, dass er irgendwann glücklich und zufrieden diese Welt verlassen kann.

Nun suchen wir für den lieben, sanften Opa Buck Paten, die ihn mit einem monatlichen Betrag unterstützen und uns helfen, die Medikamenten- und Behandlungskosten zu tragen.

Bitte schließen Sie eine Patenschaft für Buck ab und begleiten Sie ihn auf dem letzten und einzigen sinnvollen Weg in seinem Leben!


Ansprechpartner

Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an:

Spendenbetreuung

Ansprechpartner Tanja Mittag


Spendendosenmanagement, Spendenbetreuung Patenschaften

Telefon (0173) 2 53 42 15
E-Mail: tanja.mittag@streunerherzen.com oder spendendosen@streunerherzen.com


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