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Balla

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Schmusezwerg, nun ist alles gut!!

Zwergi, eigentlich warst du hier bei uns gar nicht als Pflegehund vorgesehen. Du solltest reisen, ja, auf eine tolle Pflegestelle und dein Flug war auch schon gebucht. Doch dann wurde deine Pflegestelle krank und es stellte sich natürlich die Frage, ob jemand einspringen kann. Da war es für uns keine Frage! Denn dich dort unten lassen??? Ging gar nicht!!

Also hast du wie geplant deine Reise in die Freiheit angetreten. Als wir dich am Flughafen abholten, war wie immer unsere Schäferhündin mit. Ihr habt beide nicht schlecht gestaunt beim Kennenlernen... Du musstest schon sehr, sehr weit hoch schauen und meine Schäferhündin hat dich erstmal kaum gesehen, immerhin standen da 4 kg vor 37 kg... Genauso erstaunt schauten dann auch die anderen, als du hier zu Hause aus dem Auto kamst. Doch erschrocken warst du nicht, nein. Du trabtest wie selbstverständlich sofort zwischen den großen Hunden herum.

Von der ersten Minute an warst du völlig unkompliziert, dafür aber extrem devot. Anfangs hast du geschrien und dich hingeschmissen, wenn man sich über dich beugte. Was bei der Größe nicht immer vermeidbar war... was magst du nur erlebt haben?! Die Frage stellte sich dann umso mehr, als wir direkt feststellen mussten, dass ein Vorderbeinchen von dir sehr krumm war. Wie sich bei der Untersuchung in der Klinik herausstellte, eine alte, schlecht zusammengewachsene Fraktur. Man könnte meinen, es wäre ein Autounfall gewesen...aber ganz ehrlich, wenn ein 4 kg-Hund vor ein Auto läuft und erfasst wird, dann ist nicht nur das Bein gebrochen. Dies zusammen mit deinem Verhalten ließ eigentlich nur den Schluss zu, dass du sehr, sehr schlechte Erfahrungen gemacht haben musst. Und trotzdem warst du so unglaublich verschmust. Manchmal schon aufdringlich verschmust :-) Das war ich mit meinen großen Hunden nun wirklich nicht gewohnt :-) Es war klar, dass du den Körperkontakt so brauchst wie die Luft zum Atmen!!

Fest stand, dein Bein muss operiert werden und so kam es dann auch. Der OP-Termin stand fest und du nahmst alles so tapfer hin. Dein Bein wurde nochmals an der Frakturstelle gebrochen, wieder gerichtet und mittels einer Platte verschraubt. Du tapferer kleiner Zwerg... Chuck Norris ist nix gegen dich :-)

Eigentlich hatte ich gedacht, dass dein Beinchen erstmal dafür sorgen wird, dass du eine Zeit bei uns bleiben wirst.

Doch falsch gedacht. Ich bekam eine sehr liebe Email, noch vor deiner Operation. Bei einem Gespräch war schnell klar: all das schreckte dein zukünftiges Frauchen nicht, sie wollte dich unbedingt kennenlernen. Irgendwas war da... Noch vor deiner Operation kam sie dich besuchen und es war sehr schnell klar, dass ihr zusammengehört. Während dein zukünftiger großer Bruder Abkühlung im kleinen Teich suchte :-), lagst du wie selbstverständlich auf ihrem Schoß. Frei nach dem Motto „Das ist mal MEIN Platz!! SEHR schön hier!! “

Alle Formalitäten waren schnell erledigt, alles war wunderbar, tolle Menschen und ein toller Garten warten auf dich und ich wusste, du wirst ein unglaublich liebevolles Zuhause bekommen! Ganz ehrlich, sonst hätte ich dich auch niemals gehen lassen!! Es war vereinbart, dass deine OP noch hier stattfinden wird und der Arzt dann das Startkommando für deinen Umzug geben wird. Und so war es dann auch, eine Woche nach deiner Operation, die du wie alles andere so unglaublich selbstverständlich überstanden hast, bist du in dein Zuhause gezogen. Und auch hier zeigtest du wieder dein 1a-Wesen: Du suchtest schnell Kontakt zu deinem kleinen menschlichen Bruder, und auch wenn er mal Spielzeug schmeißt und etwas lauter seine Meinung sagt, dann beeindruckt dich das nicht. Perfekt!! Außerdem ist er noch in einer Größe, in der sein Essen in der Hand nicht so weit von dir entfernt ist :-) Tagsüber tobst du durch deinen Garten und abends liegst du bei Herrchen auf dem Schoß und lässt dich beschmusen - schöner könnte dein Leben nicht sein!

Balla, du heißt nun Bibi...was soll ich noch sagen?! Ganz ehrlich, habe ich noch nie einen Hund gesehen, der so hart im Nehmen ist. Was du alles ertragen musstest in deinem kurzen Leben, und trotzdem warst du immer so vertrauensvoll, so nett und verschmust. Wir Menschen könnten uns manches Mal eine Scheibe davon abschneiden, wie unglaublich positiv du immer bist!

Und deine Familie?! Ich danke ihnen von Herzen, dass sie sich so gut um dich gekümmert haben nach deiner Operation und es immer noch tun. Sicher keine Selbstverständlichkeit, denn ein kranker Hund mit vielen Tierarzt-Terminen und ein Säugling, das ist zeitlich und nervlich eine echte Herausforderung. Doch niemals schien man den Entschluss auch nur eine Sekunde bereut zu haben. Du gehörst einfach dort hin.

Und so, kleiner Zwerg, konntest du am 28.06. endlich Ruhe und Liebe in dein Leben bringen. Du schmust seitdem in Mühltal alles in Grund und Boden. Dein Beinchen heilt leider nur langsam, aber du bist kaum zu bremsen, so sehr genießt du dein Leben nun. Und ich weiß, dass du in deiner Familie die allerbesten Krankenpfleger der Welt gefunden hast. Und der Tag wird kommen, an dem auch dein Beinchen komplett in Ordnung ist und du endgültig nicht mehr zu stoppen sein wirst, kleiner Wirbelwind!! Ich freu mich jetzt schon drauf :-)

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Lesen Sie hier die ganze Geschichte von unserem SOS Hund Balla

Kleine zarte Seele, was musstest du schon alles aushalten.

Balla lernten wir Ende Februar mit ihren Welpen in unserem Kooperationstierheim in Tortoli kennen. Sie hat auf der Straße gelebt, musste sich und ihre Welpen irgendwie ernähren und vor Unheil bewahren - und das als Hund von gerade einmal etwas über 4 kg. Es war also eigentlich ihr Glück, dass sie gefunden und dort im Tierheim abgegeben wurde, denn das rettete ihr und ihren Babies vermutlich das Leben. Und schon dort zeigte sie uns, wie sehr sie den Menschen liebt und wie verschmust sie ist.

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Mitte Mai konnte Balla nach Deutschland auf eine Pflegestelle reisen, doch wir wussten bis dahin nicht, was sie im Gepäck hat... Hier angekommen sah die Pflegestelle dann schnell, dass ihr linkes Vorderbeinchen krumm ist und sie auch lahmt.

Dies wurde nun aktuell in unserer Partnerklinik untersucht und das Röntgenbild zeigt eine alte Radius-Fraktur (Speiche) des linken Vorderbeines. Diese Fraktur ist schon älter, so dass sie bereits zusammengewachsen ist. Woher die Fraktur stammt, können wir nicht sagen. Ob es ein Autounfall war oder vielleicht auch eine gezielte Misshandlung, wir werden es nicht herausfinden. Klar ist nur, dass Balla unglaubliche Schmerzen gehabt haben muss. Leider ist der gebrochene Knochen so schief zusammengewachsen, dass es auch zu einer Rotation des Gelenkes gekommen ist. Bedeutet für die kleine Hündin, dass ihre linke Vorderpfote schief steht und das Gelenk immer weiter nachgeben wird. Ohne Behandlung wird sie hier sehr bald noch mehr Schmerzen haben.

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Wir mögen uns nicht vorstellen, welche Schmerzen diese kleine, völlig unkomplizierte und unendlich verschmuste Hündin gehabt haben muss und wie sie es geschafft hat, damit zu überleben.

Doch nun ist sie in Sicherheit und natürlich wird der Bruch versorgt. Bedeutet, dass für Balla eine Operation ansteht: Der Radius wird an dieser Stelle erneut gebrochen und im richtigen Winkel wieder mittels einer Platte zusammengeschraubt. Somit wird auch die Rotation behoben und Balla wird mit einem gerade Bein ihr restliches Leben ganz normal belasten und schmerzfrei laufen können.

Zusätzlich wurde bei der Untersuchung festgestellt, dass mehrere Milchzähne nicht ausgefallen sind und sie an einem rechten Backenzahn eine Entzündung hat, die ihr ebenfalls erhebliche Probleme bereitet. Dies wird natürlich während der Narkose alles mitbehandelt.

Natürlich können wir hier nicht wegsehen und werden es auch nicht, das Wichtigste ist ein schmerzfreies Leben für die kleine Hündin, die in ihrem kurzen Leben schon so um ihr Leben und das Leben ihrer Welpen kämpfen musste.

Doch die Kosten der Operation mit Versorgung werden sich auf etwa 1000 Euro belaufen - wieder einmal Kosten, auf die die STREUNERHerzen nicht vorbereitet waren und die ein tiefes Loch in die Kasse reißen. Gerade derzeit, wo so viele Notfälle und Welpen versorgt werden müssen.


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