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Pulce

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Pulce, kleiner Floh

Du warst schon ein spezieller Hund, Pulce, kleiner Floh. Lange galtst du als unvermittelbar, denn mit Menschen hattest du so gar keinen Vertrag. Als du dich endlich anfassen ließest und in die Vermittlung kamst, warst du schon 12.

Zum Schmusehund hast du dich nicht mehr entwickelt, du bliebst distanziert, dein Vertrauen blieb begrenzt. Insbesondere im Haus warst du bis zuletzt meist auf Abstand bedacht. Wenn ich auf dich zuging, musste ich höflich zur Seite schauen, sonst gingst du mir aus dem Weg. Es gab aber in den letzten Monaten immer mehr Situationen, wo ich dich mal kurz streicheln durfte, und wer weiß, wenn dir die Zeit geblieben wäre, ob du doch noch vollends aufgetaut wärst. Meinem Mann gegenüber warst du eh aufgeschlossener; der machte auch nicht so „böse“ Dinge mit dir wie bürsten, waschen und dergleichen. Aber wenn du Angst hattest oder unsicher warst, was in der ersten Zeit manchmal unterwegs bei Begegnungen vorkam, oder beim Tierarzt, hast du dich doch an mich gewandt, bei mir Sicherheit gesucht. So viel Vertrauen hattest du dann doch zu mir. Auf unseren Spaziergängen konntest du nach einer Eingewöhnungszeit leinenlos laufen, orientiertest dich an uns und nicht zuletzt an unserer Hella. Der Freilauf war dein größtes Glück, dann konntest du gelegentlich ausgelassen lostoben, dass einem das Herz aufging. Diese Freiheit, die dir so lange versagt war, hätte ich dir noch viel länger gewünscht. Leider blieben dir nur 15 Monate. Grade ein gutes Jahr warst du bei uns, als ein aggressiver Krebs diagnostiziert wurde, der da schon unheilbar war. Und dann ging es noch schneller als befürchtet, es blieb dir nur noch ein Vierteljahr, dann hast du den Kampf verloren und wir mussten dich gehen lassen. Viel zu früh. Dein Frauchen


Abschied der Vermittlerin:

Hübsche Prinzessin,

auch ich bin sehr traurig, dass Du nur diese 15 Monate bei Deiner Familie genießen konntest. Dein Frauchen berichtete mir immer wieder von Dir und als sie mir im Dezember schrieb, dass Krebs bei dir diagnostiziert wurde, war ich erschüttert, aber auch voller Hoffnung, dass die Chemotherapie dir nochmal Zeit verschaffen könnte.

Ich habe so viele, wunderbare Fotos von Dir durch Dein Frauchen erhalten und war jedesmal verzaubert von deiner Schönheit und Anmut. Über jeden kleinen Fortschritt in Sachen Vertrauen habe ich mich riesig gefreut und hoffte, dass sich Dein Herz noch viel mehr öffnen würde, damit du erleben kannst, wie schön es ist, wenn man so richtig durchgekuschelt wird. Aber dafür hättest Du einfach noch mehr Zeit benötigt, all die Jahre im Rifugio in Einsamkeit und Vergessenheit hatten dich zu sehr geprägt.

Dennoch weiß ich, dass Du gespürt hast, wie warm und liebevoll dein Plätzchen bei deiner Familie war. Du hast die Freiheit am Ende deines Lebens erleben dürfen und man konnte sehen, wie sehr du sie genossen hast.

Ciao, Pulce, Du bleibst bei uns unvergessen. Deine Vermittlerin

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