Neuigkeiten  Gesichter & Fakten  So helfen Sie mit  Termine & Allgemeines  Gästebuch


Zurück zur vorherigen Seite Hunde

Fleck

ZurückWeiter


Wir hätten dir gerne so viel mehr gegeben

Fast auf den Tag genau drei Monate sind dir geblieben, liebe Fleck. Wenn ich daran denke, wie verschwindend gering die Zeit deines Glücks im Gegensatz zu all den Jahren war, die du einsam hinter Gittern verbracht hast, kann ich meine Tränen kaum zurückhalten.

Du warst groß, du warst schwarz, du warst einer von vielen Hunden im Canile Tortoli, zudem hattest du jegliches Vertrauen zum Menschen verloren in all den Jahren der Einsamkeit. Du hast dein ganzes Leben dort verbracht und hattest einfach keine Hoffnung mehr - und dann wurdest du plötzlich schwer krank. Ein riesiger, offener Mammatumor bereitete dir Höllenschmerzen und du musstest dringend sofort operiert werden. Dass diese lebensbedrohliche Diagnose zugleich der Beginn deiner schönsten Lebenszeit sein sollte, klingt absurd, ist aber wahr. Nach der Operation wurdest du auf eine Notfall-Pflegestelle gebracht und zum ersten Mal in deinem Leben liebevoll umsorgt. Du durftest in einem weichen Körbchen liegen und dein Pflegefrauchen ließ dich spüren, wie es sich anfühlt, geliebt zu werden.

Eigentlich sollten meine Kolleginnen und ich dich bei unserem Besuch im August von Olbia zurück ins Canile nach Tortoli bringen, aber wir brachten es einfach nicht übers Herz, dich in dein Gefängnis zurückzubringen. Zwischen dir und deinem Pflegefrauchen hatte sich in den wenigen Tagen so viel entwickelt, es hätte mir das Herz gebrochen, dich wieder wegzusperren – jetzt, wo du begonnen hattest, dem Menschen zu vertrauen. Wir fragten nach, ob du bleiben könntest, wenn wir alle Kosten tragen und als dein Pflegefrauchen spontan zustimmte, fiel mir ein Stein vom Herzen! Du durftest bleiben, bis wir ein passendes Zuhause für dich finden. Nie wieder Tierheim – nie wieder auf einem kalten Betonboden einsam einschlafen und genauso einsam wieder aufwachen müssen!

Anfang September erhielten wir die Röntgenaufnahmen deiner Lunge und die erfreuliche Nachricht, dass sich keine Metastasen gebildet hatten. Zum ersten Mal in deinem Leben hatte das Schicksal es offenbar gut mit dir gemeint! Wir erhielten nur positive Nachrichten von dir - du warst dankbar, hast die tägliche Ruhe und Fürsorge sehr genossen und freutest dich, wenn dein Pflegefrauchen dich auf den Spaziergängen mitnahm. Du liebtest es, mit ihr zu kuscheln und warst gerne immer in ihrer Nähe – du hattest im Alter von fast zehn Jahren gelernt zu vertrauen.

Und dann ging plötzlich alles ganz schnell! Am 14.11.2017 erhielten wir die schockierende Nachricht, dass du in der vorherigen Nacht sehr schlecht Luft bekommen hast und dein Pflegefrauchen brachte dich sofort ins Ambulatorio. Es hatte sich ein bösartiger Tumor in der Lunge gebildet und das einzige, was wir noch für dich tun konnten war, dich vor dem Erstickungstod zu bewahren und dich zu erlösen. Und so bist du am 15.11.2017 über die Regenbogenbrücke gegangen.

Dein trauriges Pflegefrauchen hat uns anschließend geschrieben, dass sie froh ist, dass sie dir die Wärme einer Familie schenken konnte, die du nie erfahren hast und Liebe, die du vorher nicht kanntest. Deine Ecke, in der du immer geschlafen hast, ist jetzt so leer und du wirst immer in ihrem Herzen bleiben.

Sie hat sich dafür bedankt, dass wir all das möglich gemacht haben, damit du nicht einsam und als einer von vielen von dieser Welt gehen musstest. Diesen Dank möchten wir weitergeben, an all die Menschen, die mit dir gefühlt und uns finanziell unterstützt haben, damit du in den letzten Monaten deines Lebens noch ein glücklicher Hund werden durftest.

Wir sind alle sehr traurig darüber, dass dir nicht mehr Zeit geblieben ist. Aber ich bin auch sehr dankbar – insbesondere deinem Pflegefrauchen, denn sie hat dein Herz froh gemacht.

Mach´s gut liebe Fleck – es tröstet zu wissen, dass es dir gut geht… da wo du jetzt bist.


Lesen Sie hier noch einmal die ganze Geschichte von unserem SOS-Hund Fleck

Fleck braucht unsere Hilfe - sie erleidet Höllenschmerzen

Am liebsten möchte man gar nicht darüber nachdenken, was diese arme Hündin - seit sie geboren wurde - für ein schreckliches Dasein führen musste! Sie war erst wenige Wochen alt, als sie im Juni 2008 ins Canile Tortoli kam. Bestimmt war sie damals fröhlich und voller Hoffnung und hatte Glanz in ihren Augen… Viele Jahre zogen ins Land, die Hoffnung schwand sowie auch der Glanz in ihren Augen - Fleck hat sich irgendwann aufgegeben, sie meidet den Kontakt zum Menschen und lässt sich nicht mehr anfassen.

Ein grausames Schicksal - aber es sollte noch viel schlimmer kommen!

ZurückWeiter

Anfang August erreichte uns der Hilferuf aus dem Canile für Fleck! Die schockierenden Bilder, auf denen ein riesiger, offener Mammatumor zu sehen ist, sagen mehr als jedes Wort.

Fleck erleidet Höllenschmerzen, wir müssen ihr dringend helfen!

Sie muss schnellstens operiert, das tumoröse Gewebe entfernt werden. Im Anschluss wird Fleck einige Tage in der Klink bleiben und sich hoffentlich von den Strapazen gut erholen.

Für die Blutabnahme, Operation, Nachsorge und die erforderlichen Medikamente benötigen wir etwa 350,00 Euro.


Update 24.08.2017

Fleck hat die Operation gut überstanden und trotzdem benötigen wir weiterhin Ihre Hilfe!

Für Ihre zahlreichen Spenden möchten wir uns erst einmal ganz herzlich bedanken. Innerhalb weniger Tage wurde mehr Geld für Fleck gespendet, als die geschätzten Kosten für die Blutabnahme, Operation und Nachsorge betrugen. Dennoch benötigen wir nun das übrig gebliebene Geld für Fleck - wahrscheinlich sogar noch mehr.

ZurückWeiter

Nach der Operation wurde Fleck auf eine Notfall-Pflegestelle gebracht, die die Hundeomi fürsorglich aufpäppelte und sich besorgt um sie kümmerte. Fleck wurde in diesen Tagen zum allerersten Mal in ihrem Leben liebevoll umsorgt und lernte schnell, dass sie ihrem Pflegefrauchen vertrauen kann und sie keine Angst haben muss. Sie hat offenbar keine Schmerzen mehr, liegt zum ersten Mal in ihrem Leben auf einer weichen Decke und darf für ein paar Tage in ihrem bisherigen trostlosen Leben die Ruhe genießen und sich von den Strapazen erholen, bevor wir sie - wie geplant - bei unserem Besuch am vergangenen Wochenende in Olbia abholen und wieder zurück ins Canile nach Tortoli bringen sollten.

Wie verabredet trafen wir uns vergangenen Freitag pünktlich um acht im Ambulatorium. Fleck saß neben ihrem Pflegefrauchen auf dem Boden und ließ sich von ihr streicheln - ihre Transportbox stand bereits geöffnet davor. Ich merkte, wie sich mir bei diesem Anblick der Hals zuschnürte und schaute der zitternden Hündin in ihre Augen, die mich angstvoll anschauten. Ich konnte meine Tränen nicht zurückhalten und lief hinaus. Mir schossen tausend Gedanken durch den Kopf und ich konnte keinen klaren Gedanken mehr fassen. Wie grausam muss Fleck sich wohl fühlen, wenn ihr schon vor dem Tor des Tierheims durch lautes Gebell klar wird, dass sie zurück in ihr Gefängnis gebracht wurde. Das weiche Körbchen wird durch den ihr vertrauten, kalten Betonboden ersetzt, den sie ganz sicher nicht vermisst hat und die lieben Worte und Aufmunterungen ihres Pflegefrauchens werden ihr fehlen.

Während ich da draußen verzweifelt nach einer Lösung suchte, wurde Fleck in ihrer Box in unser Auto gebracht. Dann fragten meine Kolleginnen und ich nach, ob Fleck auf der Pflegestelle bleiben könnte, wenn die Kosten für ihre Medikamente, Futter und Pflege gedeckt wären und als diese Frage mit "ja" beantwortet wurde, waren wir erst einmal sehr erleichtert.

Diese Kosten betragen ungefähr 150,00 Euro pro Monat - Geld, was in unserem Budget nicht vorgesehen ist. Dennoch haben wir an diesem Morgen entschieden, dass Fleck nicht zurück ins Canile muss und solange die finanziellen Mittel zur Verfügung stehen, darf sie bei ihrem Pflegefrauchen bleiben. Da für Fleck mehr Spenden eingegangen sind, als wir für die Operation benötigt haben, ist ihre Unterbringung für die ersten zwei Monate bereits gesichert.



© 2013 STREUNERHerzen e.V.    Sitemap   |    Links   |    Kontakt   |    Bankverbindung   |    Impressum