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Epifanio

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Mein süßer, großer, gutmütiger Riese,

jetzt bist du bei den Engelchen im Himmel und hast keine Schmerzen mehr. Mir fällt es sehr schwer, diese Zeilen zu Papier zu bringen und dabei laufen mir unaufhörlich die Tränen.

Du kamst am 20.04.2015 zu uns, weil sich deine Besitzer nicht mehr um dich kümmern konnten. Aber du bist hier angekommen und hast dich in dem großen Hunderudel sofort wohl gefühlt. Ganz besonders unsere kleine Hope hattest du in dein Herz geschlossen. Nicht selten seid ihr zwei zusammen auf Beutefang. Du konntest ohne Anstrengung jedes Essen vom großen Tisch in der Küche fegen, und zusammen habt ihr es dann auf dem Boden vertilgt. Fast sah es so aus, als hätte Hope dich gutmütiges Bärchen losgeschickt, da sie dazu ja zu klein war. Wie sehr haben wir gelacht, als wir dich mit der Schüssel mit dem Broccoli-Salat erwischt hatten!

Aber leider warst du sehr krank und zu deinen schlimmen epileptischen Anfällen kamen die neurologischen Ausfälle noch hinzu. Also fuhr ich mit dir nach Gießen zur MRT-Untersuchung. Dort stellte sich heraus, dass du unheilbar krank warst. Also entschlossen wir uns schweren Herzens, dich erlösen zu lassen. Am Samstag, dem 27.08., haben die Engelchen dich für immer zu sich geholt.

Ruhe in Frieden, mein süßes, großes, gutmütiges Eisbärchen!

Wir werden dich niemals vergessen!

Deine Mama, Sebastian, Hope, Max, Moritz, Ronja, Jasmin, Opili und Lucky

Auch wir STREUNERHerzen waren immer an deiner Seite, so gut es ging. Schockiert sind wir trotzdem, dass wir nicht einfach früher Untersuchungen durchgeführt haben. Aber alle Zeichen wiesen auf die normale Epilepsie hin. Nun ist es zu spät und wir haben dich gehen lassen müssen. Gehen lassen in eine bessere Welt, in der du ohne Schmerzen wieder frei sein darfst. Mach’s gut , du großer Sanfter.

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Lesen Sie hier die ganze Geschichte von unserem SOS Hund Epifanio

Eine Tragödie

Lange habe ich überlegt, wie ich über Epifanio, auch liebevoll Eddy genannt, schreibe. Wie erkläre ich Ihnen, was für eine Tragödie sich uns offenbart hat?

Eddy ist ein Herzenshund, das ist gewiss. Er kam mit ca. sechs Monaten in unser Partnertierheim. Gefunden an der Straße mit schweren Verletzungen am Kopf. Natürlich folgerten die Ärzte und die Tierheimleitung, dass er angefahren worden sei und kümmerten sich um die Verletzungen. Eddy kam wieder auf die Beine und als er gesund war, wurde er in eines der zahlreichen Gehege gesetzt. Dort lebte er gut ein Jahr, bevor der erste epileptische Anfall beobachtet wurde. Sofort wurde er auf die Piazza gebracht und untersucht. Die Anfälle häuften sich und es wurde immer dramatischer. Oft hatte er direkt 20 Anfälle, so dass er in Narkose gelegt wurde, um überhaupt wieder aus den Anfällen hinaus zu gelangen. Als man mit einer extrem hohen Dosis die Anfälle im Griff hatte, bat man uns, ihn in die Vermittlung aufzunehmen. Zu gefährlich war das Leben im Tierheim. Nicht nur, dass er nicht 24 Stunden bewacht werden konnte, auch waren die anderen Hunde eine große Gefahr für ihn während eines Anfalls! So wurde er jeden Abend in einen Käfig gesteckt, um ihn vor den Attacken der anderen Hunde während eines Anfalls zu schützen.

Lange mussten wir warten, dann gab es ein älteres Pärchen, die bereits Erfahrung mit Herdenschutzhunden und Epileptikern hatten. Was für ein Geschenk! So reiste Eddy am 24.08.2014 nach Deutschland, natürlich mit dem Auto. Seine Begleitung waren versierte Hundekenner und so gelang es, Eddy ohne jeglichen Anfall nach Deutschland zu bringen. Dort wurde er an seine neuen Besitzer übergeben. Es dauerte nicht lange und er bekam die ersten Anfälle. Er wurde wieder in Kliniken untersucht, aber außer die Medikamente zu dosieren, wurde nichts weiter gefunden. Im April 2015 kam dann der Anruf seines Herrchens. Sie mussten schweren Herzens Eddy in die Vermittlung zurückgeben und das so schnell wie möglich. Das Frauchen hatte eine schwere Herzoperation und so konnten sich die beiden nicht mehr so um Eddy kümmern.

Wir suchten verzweifelt nach einer versierten Pflegestelle. Die musste sich zum einen mit Herdenschutzhunden auskennen bzw. die Voraussetzungen zu deren Haltung mitbringen, zum anderen auch mit den Anfällen klar kommen. Ganz viele Absagen prasselten auf uns ein und wir wussten nicht weiter. Dann der erlösende Anruf. Eine uns bekannte Frau, mit sehr viel Hunde- und auch Epileptikererfahrung, bot sich an, Eddy aufzufangen. So wurde er also auf die neue Pflegestelle transportiert. Seitdem kümmert sie sich liebevoll und aufopfernd um den 2009 geborenen Herdenschutzhund Eddy. Anfälle wurde gemeistert, Tierarztbesuche zu regelmäßigen Blutkontrollen organisiert und auch das Haus so verändert, dass es für Eddy ausreichend gesicherte Möglichkeiten gibt.

Als ich vor wenigen Tagen einen Anruf aus der Klinik erhielt und ein Arzt mir erklärte, dass Eddy sediert auf dem Röntgentisch liegen würde, war ich erst sprachlos. Er hatte wohl die letzten Wochen stark abgebaut und mittlerweile auch neurologische Ausfälle. Seine Beine brachen alle paar Schritte zusammen. Für den großen Riesen untragbar. So hatten sie sich entschlossen, Röntgenbilder vom Kopf zu machen, um gegebenenfalls Auffälligkeiten zu finden.

Was man fand, war nicht nur eine Auffälligkeit, sondern völlig unfassbar. Es war kein Autounfall, den Eddy vor vielen Jahren hatte, sondern er wurde hingerichtet. Eine Kugel drang direkt über seinem Auge in den Kopf, Splitter lösten sich und die Kugel blieb kurz vor der Wirbelsäule stecken! Der Moment, wo die zwei Ärzte, eine Praxishelfern und unsere Pflegestelle vor den Röntgenbilder standen, war ein Moment der Totenstille.

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Nun sollten wir als Verein entscheiden, ob wir weitere Abklärungen und Möglichkeiten in Erwägung ziehen oder die sofortige Einschläferung wünschen. Nach einem Gespräch mit dem Arzt war klar, dass wir Eddy natürlich einer neurologischen Untersuchung unterziehen wollen mit einem anschließendem CT oder MRT, je nach Diagnose des Arztes. Danach den Befund besprechen und sehen, ob Eddy durch eine Operation geholfen werden kann. Ob die Anfälle durch die Kugel ausgelöst wurden oder einen ganz anderen Auslöser haben. Je nach Aussicht auf Erfolg können wir Eddy dann immer noch auf seinem letzten Weg begleiten. Wir möchten Eddy diese Möglichkeit und Abklärung zukommen lassen und haben die Hoffnung noch nicht aufgegeben!

Eddy wird nun in Kürze die Reise zur Uniklinik Gießen antreten und dort neurologisch untersucht. Die Kosten liegen bei ca. 1.000 Euro. Und genau hier bitten wir um Ihre Hilfe. Wir wissen aus Erfahrung, dass Hunde, die bereits in Deutschland sind, nicht populär genug sind, um Spenden zu erhalten. Selten können wir damit nur einen Bruchteil der Kosten decken, aber wir möchten den Versuch nicht unterlassen, sie genau da zu treffen, wo uns die Diagnose getroffen hat: im Herzen! Helfen Sie uns und Eddy zu einer klaren Diagnose und einer klaren Entscheidung, wie auch immer sie ausfallen wird. Wir möchten nicht voreilig, sondern mit bestem Gewissen handeln.

Wir werden Sie schnellstmöglich wieder informieren!


Update 22.08.2016

Dein Zustand gefällt uns garnicht!

Epifanio baut immer mehr ab. Seine neurologischen Aussetzer werden immer schlimmer. Wir konnten einen Notfalltermin an der Uni Gießen bekommen und so wird Epifanio im Laufe diesen Mittwochs dort vorgestellt. Ob ihm noch zu helfen ist, werden wir dann erfahren. Alle Daumen sind gedrückt und wir danken Ihnen für die vielen Spenden!


Update 28.08.2016

Unsere Hoffnung war groß. Wir wussten, dass wir vielleicht keine Chance mehr hatten, doch einen sechs Jahre alten Hund ohne die Bestätigung, dass er unheilbar krank ist, gehen zu lassen, war für uns unmöglich. Wir fanden Spender, die uns in diesem Gedanken unterstützten, und so konnte Epifanio seine Untersuchung antreten. Am Donnerstag, einen Tag später als geplant, fanden nun die Untersuchung und das MRT statt. Das MRT brachte die Gewissheit, dass Epifanio nicht mehr zu helfen ist. Sein Gehirn ist mit Wasser geflutet. Eigentlich sollte man Strukturen sehen, aber vieles ist einfach nur noch grau, somit befindet sich Wasser in vielen Teilen. Vermutlich ist das Gehirn auch schon angegriffen, es gibt keine rettende Operation. Auf den offiziellen Bericht müssen wir noch warten, diesen stellen wir dann aber gerne zur Ansicht online.

So machte sich Epifanios Frauchen wieder auf den Weg nach Hause. Mit schwerem Herzen, aber einer klaren Entscheidung! So wurde Epifanio am 27.08. in den Armen seines Pflegefrauchens erlöst und hat seine letzte Reise angetreten. Sanft ist er eingeschlafen und wurde dann in ein Krematorium gebracht, um bereits Anfang der Woche wieder an sein Pflegefrauchen für die letzte Ruhestätte übergeben zu werden. Für alle Beteiligten war klar, dass es zu dieser Entscheidung kommen konnte, doch nun war sie da und umso schwerer war es, diesen wunderbaren Hund ziehen zu lassen. Wir sind froh, dass wir die Untersuchungen machen konnten, um zu wissen, dass wir nun die richtige Entscheidung getroffen haben.

Es wird für unseren smarten Eddy noch einen Abschied geben, aber es wird eine kurze Weile brauchen, bis eine Verabschiedung auf Papier gebracht werden kann.

Wir danken allen Spendern für die Unterstützung.



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