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Buck

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Buck, der stille Genießer mit den wunderschönen Augen

Buck, der aufgeschlossene und neugierige Opi, der nochmal richtig Gas gibt und sein neues Leben voll auskostet. Buck, der es liebt, sich die Schlappöhrchen massieren zu lassen. Buck, der andächtig still steht, wenn eine Hand ihn berührt. Buck, der jedes Kissen beim Hinplumpsen grundsätzlich mit einem lauten Grunzen begrüßt, bevor er nach ein paar genüsslichen Schmatzern ins Reich der Träume gleitet. Buck, der bei Spaziergängen immer stramm vorneweg marschiert, das Navi stets auf „Heimwärts zum Futternapf“ programmiert. Buck, der gar nicht einsehen will, dass man auf die langsameren Rentnerkollegen warten soll. Buck, der gerne zeitig schlafen geht, um im Morgengrauen bestens gelaunt und ausgeruht in den neuen Tag zu starten. Buck, der einem seine Begrüßungsschnaufer und -küsse gerne morgens um 4 unverhofft ins Gesicht bläst und drückt. Buck, der mit seinem lieben Wesen alle verzaubert, die ihn kennenlernen. So offen. So nett. So liebebedürftig. So unkompliziert. So neugierig. Buck mit seinem weichen Fell, der tollen Maserung und dem sanften Blick. Buck, der Gutmütige, der Kuschelige, der Gute-Laune-Buck.

Dieser Buck macht sich nun und davon und lässt uns mit vielen, wundervollen Erinnerungen zurück. Einige gesundheitliche Hürden haben wir in den vergangen, fast 7 Monaten gemeistert, etliche Tierarztbesuche und Behandlungen hast du klaglos über dich ergehen lassen. Deine Prognose war von Anfang an nicht gut, deine Baustellen im Gepäck beachtlich. Doch davon ließen wir uns die Laune nicht verderben. Jeder Tag zählt – so lautete die Devise.

Anfang August begann deine gesundheitliche Talfahrt, von der wir zu diesem Zeitpunkt nicht gedacht hätten, dass sie so schnell vor der Wand endet. Nach 3,5 Wochen intensiven Behandlungen der verschiedenen, plötzlich neu auftretenden Symptomen und Erkrankungen müssen wir heute kapitulieren. Deine Blutwerte sind desaströs, deine Leber stark vergrößert und dabei, ihren Dienst zu versagen, deine Milz riesig, alle lymphatischen Organe massiv geschwollen und im Blut finden sich atypische Lymphozyten, die den Verdacht auf ein Lymphom erhärten. Dein Gesamtzustand ist mehr als bescheiden und du bist am Ende deiner Kräfte angekommen. Deine Augen signalisieren „es ist genug“, dein Blick ist durchdringend und trifft mich mitten ins Herz. Während ich dies gerade schreibe, kommt mir eine Textzeile von einem uralten BAP-Lied in den Sinn: „Et wohr schön, et wohr joot, ahm Engk e’ bessje ze koot, Dausendunein Naach, wo Donner un Bletz kraach, ’Ne Film ohne Schluss, wo nix ess, wie et muss – jraaduss.“ (Es war schön, es war gut, vielleicht ein bisschen zu kurz, Tausendundeine Nacht mit Blitz und Donnerkrach, Ein Film ohne Schluss, in dem nichts ist, wie es muss – geradeaus).

Mein lieber Buckibär, du kleine Dampfwalze, ja, es war schön mit dir. Und es war gut. Und ja, es war ein bisschen zu kurz, und wenn es nach dir und mir gehen würde, würden wir noch locker ein paar weitere Monate dranhängen. Aber wir haben die Fäden eben nicht in der Hand. Während ich dies nun alles schreibe, liegst du neben mir und atmest ruhig. Hin und wieder kommt ein Seufzer, ein intensiver Blick, ein leises Stöhnen, so, als wüsstest du, dass es nun nicht mehr lange dauern wird. Dass es Zeit ist, sich zu verabschieden, dass unsere verbleibenden, gemeinsamen Stunden an einer einzigen Hand abgezählt werden können. Der Moment, in dem die Entscheidung fällt, ist für mich immer der schwerste. Eben doch ein kleines bisschen Gott spielen und an den Strippen ziehen. Ist es eigentlich unpassend, einen Abschiedstext für jemand zu schreiben, obwohl er noch da ist? Und selbst wenn, wen kümmert´s. Für uns fühlt es sich stimmig an, nicht wahr, Bukowski? Komm, lass uns noch etwas knuddeln, bevor das Pflegefrauchen völlig sentimental wird. Es ist so schön, dass du hier bist. 1000 Dank, dass wir dich kennenlernen durften. Hab gleich eine gute Reise und pass auf dich auf!

In Liebe, dein Frauchen und Herrchen auf Zeit – mit einem großen Dankeschön an alle Paten und Spender, die Buck die letzten 7 Monate ermöglicht haben.


Abschied der Vermittlerin:

Mein lieber Buck,

auch wenn ich dich nie persönlich kennenlernen konnte, so hatte ich doch immer das Gefühl, dich zu kennen. Sicher lag das an all den schönen Fotos und Berichten, die dein Pflegefrauchen regelmäßig geschickt hat. Du warst ein toller Hund, mein lieber Opi, und ich bin untröstlich, dass du uns nach nur sieben Monaten verlassen musstest. Jeder, der nun diesen wundervollen Text von deinem Frauchen liest, wird wissen, wie sehr du geliebt wurdest, was für erfüllende sieben Monate du im Glück hattest, wie sehr du in sieben Monaten ein ganzes Leben versucht hast aufzuholen. Es hätte besser nicht sein können und so gerne würde ich die Zeit für dich anhalten, ein Tag im Sommer 2017 aus dem Leben des Buck, der viele, viele Jahre im Rifugio Olbia auf das Gute gewartet hat, um endlich noch einmal glücklich sein zu dürfen. Ein Tag, der niemals aufhören soll. Ich hoffe, du hast diesen einen, diesen besonderen, diesen besten Tag aus den sieben Monaten mit nach oben genommen für immer.

Ciao, mein Lieber, lass es dir gutgehen, wo immer du nun bist. Deine Vermittlerin

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